Alarm in Haar bei München: Serie von Brandstiftungen hält Menschen in Atem
Die Serie begann am Mittwochnachmittag. Insgesamt fünf Mal schlugen der oder die Täter innerhalb von 45 Minuten zu. Verwendet wurden bengalische Feuer, wie sie bei Fußballspielen manchmal abgebrannt werden.
Feuer während einer Messe für Kinder
Ein Bengalfeuer zündete um 17 Uhr in der Kirche St. Bonifatius am Jagdfeldring. Während eine Erstklässler-Segnung stattfand, legte der oder die Brandstifter brennende Pyrotechnik auf den Teppich und rannten dann weg. Mehrere Teilnehmer der Messe rochen Brandgeruch. Einer schnappte sich den Bengalo, brachte ihn raus und versenkte die Brandfackel im See.
Die Brandserie begann um 16.30 Uhr. Eine 44-Jährige war in ihrer Erdgeschosswohnung, als sie eine Brandfackel im Eingangsbereich fand. Ob der Täter die Wohnung betreten hat, oder den Bengalo durch ein offenstehendes Fenster hineingeworfen hat, ist unklar. Die Frau rief ihren Ehemann zur Hilfe, der die Pyrotechnik löschte.
Nur 20 Minuten später bemerkte eine 23-Jährige einen Bengalo an ihrem Balkon im ersten Stock. Der Täter hatte die Brandfackel in einen Spalt zwischen Balkon und Hauswand gesteckt. Die 23-Jährige und ihre beiden Besucherinnen (17) löschten das fast ausgebrannte Bengalofeuer mit Wasser.
Fünf Taten in 45 Minuten
Gleichzeitig, gegen 16.50 Uhr, warfen Unbekannte einen weiteren Bengalo durch eine offene Balkontür. Die Bewohnerin (56) reagierte geistesgegenwärtig und warf die Brandfackel aus ihrer Wohnung im ersten Stock auf den Gehweg, wo sie abbrannte, ohne größeren Schaden zu verursachen.
Der letzte Brandanschlag ereignete sich laut Polizei gegen 17.15 Uhr in einem Geschäft am Jagdfeldring. Ein Unbekannter warf brennende Pyrotechnik durch die offene Hintertür in den Verkaufsraum. Dort war der Geschäftsführer (28). Zeugen sahen einen Verdächtigen auf einem Fahrrad fliehen.
Brandfahnder ermitteln
Wegen der zeitlichen und örtlichen Nähe vermutet die Polizei, dass die fünf Taten zusammenhängen. Einer der mutmaßlichen Täter soll etwa 14 Jahre alt und etwa 1,60 Meter groß sein. Er hat kurze, schwarze Haare und trug ein schwarzes T-Shirt und eine dunkle Hose. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei, bei K13, zu melden, Telefon: 08929100.
- Themen:
- Polizei

