Atommüll aus München: Ahaus gibt Widerstand gegen Zwischenlager auf

Die Stadt gibt ihren Kampf gegen Castortransporte aus München auf und zieht einen Eilantrag vor dem Oberverwaltungsgericht zurück. Begründung: Mangelnde Erfolgsaussichten.
AZ/dpa |
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Das Zwischenlager Ahaus darf Atommüll aus einem Versuchsreaktor in Bayern aufnehmen. Die Stadt Ahaus hat jetzt den juristischen Widerstand dagegen aufgegeben. (Archivbild)
Das Zwischenlager Ahaus darf Atommüll aus einem Versuchsreaktor in Bayern aufnehmen. Die Stadt Ahaus hat jetzt den juristischen Widerstand dagegen aufgegeben. (Archivbild) © Guido Kirchner/dpa

Im juristischen Streit um die Einlagerung von bis zu 21 Castorbehältern aus dem Versuchsreaktor München II im Zwischenlager Ahaus hat die Stadt im Münsterland einen Rückzieher gemacht.

Aahaus zieht Antrag zurück

Im März hatte Ahaus per Eilverfahren am nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) versucht, die Genehmigung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) anzugreifen. Dieser Antrag ist am Donnerstag zurückgenommen worden, wie eine OVG-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Stadt nennt in einer Mitteilung fehlende Erfolgsaussichten als Grund.

Der Forschungsreaktor München II in Garching.
Der Forschungsreaktor München II in Garching. © IMAGO/Michael Nguyen (www.imago-images.de)

Das Bundesamt hatte im August 2025 eine Aufbewahrungsgenehmigung für den Atommüll aus Bayern erteilt. 2024 hatte das OVG entschieden, dass Atommüll aus dem rheinischen Jülich in Ahaus lagern darf. Hier geht es um 152 Castorbehälter. Auch dagegen war die Stadt gerichtlich vorgegangen, am Ende aber erfolglos. 

Rechtskräftige Genehmigungen

Das Zwischenlager in Ahaus hat rechtskräftige Genehmigungen zur Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren sowie bestrahlter Kugelbrennelemente aus dem ehemaligen Thorium-Hochtemperatur-Reaktor in Hamm aus dem Jahr 1987.

Diese gelten bis zum 31. Dezember 2036. Soll weiterer Atommüll in Ahaus zwischengelagert werden, wie jetzt aus dem Forschungsreaktor in München, muss das Bundesamt Änderungsbescheide erteilen. Im Fall des Versuchsreaktors München II war es die 10. Änderungsgenehmigung.

Bislang nur Zwischenlager

Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden soll. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem in Ahaus.

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