Ärger in der Schranne: „Leider wird viel geklaut“

Die neue Schrannenhalle ist attraktiv für die Diebe. Von Schokolade und Schampus bis zu Schmankerln lassen die Diebe alles mitgehen, was gut und teuer ist.
| Tina Angerer, Kimberly Hoppe
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"Schokolade, Marmelade,aber auch größere Objekte wie Weinflaschen werden mitgenommen": Das offene Konzept der Schranne lockt auch Ladendiebe an. "Ich hoffe auf die Moral unserer Gäste", sagt deshalb Michael Käfer, im Bild mit seiner Frau Clarissa.
AZ/Gregor Feindt 18 "Schokolade, Marmelade,aber auch größere Objekte wie Weinflaschen werden mitgenommen": Das offene Konzept der Schranne lockt auch Ladendiebe an. "Ich hoffe auf die Moral unserer Gäste", sagt deshalb Michael Käfer, im Bild mit seiner Frau Clarissa.
"Schokolade, Marmelade, aber auch größere Objekte wie Weinflaschen werden mitgenommen": Das offene Konzept der Schranne lockt auch Ladendiebe an.
Foto: Gregor Feindt 18 "Schokolade, Marmelade, aber auch größere Objekte wie Weinflaschen werden mitgenommen": Das offene Konzept der Schranne lockt auch Ladendiebe an.
Die Münchner Prominenz bestaunte die neue Schrannenhalle und feierte gut gelaunt die Eröffnung! Hier gibts alle Bilder zum Durchklicken - Wer war da?
AZ/API Tinnefeld 18 Die Münchner Prominenz bestaunte die neue Schrannenhalle und feierte gut gelaunt die Eröffnung! Hier gibts alle Bilder zum Durchklicken - Wer war da?
Günter Steinberg, der Wirt des Hofbräu-Zelts, mit seiner Frau Margot. Den beiden scheint die Schranne zu gefallen.
API/Tinnefeld 18 Günter Steinberg, der Wirt des Hofbräu-Zelts, mit seiner Frau Margot. Den beiden scheint die Schranne zu gefallen.
Auch Gruner+Jahr-Entertainment-Inhaber Ulrich Scheele und seine Frau Karen besichtigen die neue Schrannenhalle. Waren Sie auch schon dort?
API/Tinnefeld 18 Auch Gruner+Jahr-Entertainment-Inhaber Ulrich Scheele und seine Frau Karen besichtigen die neue Schrannenhalle. Waren Sie auch schon dort?
Die Münchner Prominenz bestaunte am Eröffnungsdonnerstag die neue Schrannenhalle und feierte gut gelaunt! Hier gibts alle Bilder zum Durchklicken - Wer war da?
AZ/API Tinnefeld 18 Die Münchner Prominenz bestaunte am Eröffnungsdonnerstag die neue Schrannenhalle und feierte gut gelaunt! Hier gibts alle Bilder zum Durchklicken - Wer war da?
Promi-Anwalt Ulrich Hieronimi scherzt mit seinem Kollegen Dr. Wolfgang Seybold in der neuen Schranne.
API/Tinnefeld 18 Promi-Anwalt Ulrich Hieronimi scherzt mit seinem Kollegen Dr. Wolfgang Seybold in der neuen Schranne.
Gemeinsam betreiben Anke und Martin Kolonko das Wirtshaus Zur Brezn, das Forum Café&Bar und das M1 im BMW-Museum.
API/Tinnefeld 18 Gemeinsam betreiben Anke und Martin Kolonko das Wirtshaus Zur Brezn, das Forum Café&Bar und das M1 im BMW-Museum.
Ein politischer Plausch vor vitaminreicher Kulisse.
API/Tinnefeld 18 Ein politischer Plausch vor vitaminreicher Kulisse.
Der Münchner Gastronom Peter Pongratz mit seiner Frau Arabella - die beiden sind auch neugierig, wie die neue Schrannenhallle jetzt aussieht.
API/Tinnefeld 18 Der Münchner Gastronom Peter Pongratz mit seiner Frau Arabella - die beiden sind auch neugierig, wie die neue Schrannenhallle jetzt aussieht.
Auch Paulaner-Chef Andreas Steinfatt lässt sich die Neueröffnung nicht entgehen.
API/Tinnefeld 18 Auch Paulaner-Chef Andreas Steinfatt lässt sich die Neueröffnung nicht entgehen.
Eine neue Liebe für Eva Habermann? Aber nein, sie bestaunt nur die Angebote in der neuen Schrannenhalle.
API/Tinnefeld 18 Eine neue Liebe für Eva Habermann? Aber nein, sie bestaunt nur die Angebote in der neuen Schrannenhalle.
Eva Habermann posiert in der neuen Schranne schon mal vorweihnachtlich mit einem Christbaum.
API/Tinnefeld 18 Eva Habermann posiert in der neuen Schranne schon mal vorweihnachtlich mit einem Christbaum.
Auch mit Kind da: Künstler Mauro Bergonzoli, Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen und die gemeinsame Tochter Blu.
API/Tinnefeld 18 Auch mit Kind da: Künstler Mauro Bergonzoli, Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen und die gemeinsame Tochter Blu.
Lola Paltinger ist mit ihrem Freund Ralph Brock und ihrem kleinen Sohn Lio in die Schranne gekommen.
API/Tinnefeld 18 Lola Paltinger ist mit ihrem Freund Ralph Brock und ihrem kleinen Sohn Lio in die Schranne gekommen.
Diese drei Schrannenbesucherinnen sind Gisela Rockola, die sich gegen Drogen engagiert, Unternehmerin Carla von Unruh, sowie die Journalistin, Moderatorin und Künstlerin Holde Heuer.
API/Tinnefeld 18 Diese drei Schrannenbesucherinnen sind Gisela Rockola, die sich gegen Drogen engagiert, Unternehmerin Carla von Unruh, sowie die Journalistin, Moderatorin und Künstlerin Holde Heuer.
Josef Schmid, für die CSU im Stadtrat, mit Steffen Kuchenreuther, dem Betreiber des Schwabinger ABC-Kinos und SPIO-Präsident.
API/Tinnefeld 18 Josef Schmid, für die CSU im Stadtrat, mit Steffen Kuchenreuther, dem Betreiber des Schwabinger ABC-Kinos und SPIO-Präsident.
Judith Epstein, die im Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde München sitzt, mit Gady Gronich, dem Leiter der Hadassah International Deutschland.
API/Tinnefeld 18 Judith Epstein, die im Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde München sitzt, mit Gady Gronich, dem Leiter der Hadassah International Deutschland.

Die neue Schrannenhalle ist attraktiv für die Diebe. Von Schokolade und Schampus bis zu Schmankerln lassen die Diebe alles mitgehen, was gut und teuer ist. Schrannen-Hauptmieter Michael Käfer ist alarmiert: „Die Diebstahlquote muss so niedrig wie möglich gehalten werden und das ist derzeit ein ernstes und wichtiges Thema.“ Welche Maßnahmen jetzt im Gespräch sind

München - Genau zwei Wochen ist es her, dass die neue Schranne eröffnet hat: Genusstempel wird sie oft genannt, Feinkost-Halle sagen andere. Denn was es da zu kaufen gibt, ist, wie man es neudeutsch sagt, aus dem gehobenen Segment, hochpreisig. Kundschaft hat die neue Schranne zahlreich – aber offenbar sind manchen die Preise dann doch so hoch, dass sie für das Savoir Vivre lieber gar nicht zahlen – und zu ordinären Dieben werden.

Neven Novosel betreibt neben „Trüffel & Pastete“ und dem „Andechser Biomilch- Standl“ auch den großen Steirer Laden. Die aussichtsreiche Empore gegenüber von Käfers Marktrestaurant ist einer der attraktivsten Standorte in der ganzen Halle – leider auch für die Klauer. „Vor allem beim Steirer Standl wird viel gestohlen – und zwar so ziemlich alles“, erzählt Novosel der AZ. Zig Produkte würden fehlen, die nie bei Abrechnungen auftauchen. „Schokolade, Marmelade, aber auch größere Objekte wie Weinflaschen werden mitgenommen.“


Offenbar läuft der Diebstahl oft vor aller Augen ab. Novosel: „Es ist traurig, dass manche Gäste so dreist sind. Sie tun so, als könnten sie wie früher überall zahlen, nehmen die Sachen im Korb mit und hauen dann einfach ab, ohne zu zahlen.“ Der Steirer Laden hat zwar einen Sicherheitsmann – der hat auch schon einen Champagner- Langfinger erwischt. „Doch das reicht lange nicht, wir können ja nicht jeden Gast beim Verlassen der Schranne kontrollieren.“

Genaue Zahlen hat Novosel erst, wenn der Monat rum ist: „Aber ich weiß schon jetzt, dass es wirklich schlimm ist.“ Novosel ist nicht der einzige, der sich über gierige Kunden beschwert. Auch Michael Käfer ist leidgeplagt: „Zahlen habe ich noch nicht, aber vom Gefühl her weiß ich, dass leider viel geklaut wird“, sagt er. „Gerade bei uns lädt es ja auch ein, so verführerisch alle Waren da herumliegen. Ich würde es aber ungern ändern, weil es ja eine offene Markthalle sein soll. Deshalb hoffe ich mehr auf die Moral unserer Gäste.“

Gerade die offene Konstruktion der Halle ist es, die vielen gefällt. An beiden Seiten sind die Glastüren geöffnet. Die Besucher strömen von allen Seiten in die Halle – und in alle Richtungen wieder raus. Dank der Neugierde der Münchner ist die Halle gut besucht – und deswegen unübersichtlich voll. „Bis jetzt waren über 50 000 Menschen in der Schranne, zwischen den Massen ist es schwer, den Einzelnen zu kontrollieren“, sagt Käfer.


Felix Eichbauer vom Tantris- Standl wunderte sich bereits am Eröffnungstag über die Selbstbedienung. „Am ersten Tag wurde bei uns geklaut, das war irre! Da haben manche Leute sogar die Folien der Tabletts aufgemacht und sich das Essen ungefragt genommen“, berichtet er. „Seitdem läuft es aber toll, unser Standl ist ja auch kleiner und überschaubarer. Leider hörten wir bei einer internen Besprechung der Standl-Betreiber, dass die Klauerei in der Schranne weit verbreitet ist.“

Dass der Appell an die Moral nicht reichen wird, ist den Betreibern klar. „Die Diebstahlquote muss so niedrig wie möglich gehalten werden und das ist derzeit ein ernstes und wichtiges Thema“, sagt Michael Käfer. Neven Novosel vom Steirer Laden will nun von einem Sicherheitsmann auf sechs aufstocken. „Anders geht es leider nicht.“ Aber auch andere, drastischere Maßnahmen sind im- Gespräch. Käfer: „Wir wollen die Situation an den Ein- und Ausgängen ändern und verbessern.

Die Zahl soll beschränkt werden, um es kontrollierbarer zumachen.“ Und: „Wir denken über eine noch klarere Wegführung nach, über Waren-Trennungen – und über so ein Scanning, dass es bei geklauten Produkten am Ausgang piepst“, sagt Käfer. Wird die Schrannenhalle zur Schrankenhalle? „Es wäre schade, wenn es so weit kommen muss“, sagt Michael Käfer. „Wir sind eine Markthalle und kein Kaufhaus. Alles in allem bin ich aber höchst zufrieden, wie toll die Schranne angenommen wird.“

 

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