Adieu Tristesse! Ein Platz nimmt Gestalt an
So geht’s auch: In Laim wurde aus einem hässlichen Areal ein Traumgelände, auf dem sich Kinder und Jugendliche richtig wohl fühlen.
Farida Fousseni-Mohama (6) hört auf dem Joergplatz in Laim einfach nicht auf zu spielen. Ihren Papa Salissou (40) stört das nicht – im Gegenteil: „Ich bin froh, dass der Spielplatz so schön gestaltet wurde. Meine Tochter will gar nicht mehr nach Hause gehen, so gut gefällt es ihr. Vorher war es ganz trist, wir sind kaum hierher gekommen."
Spielende Kinder gibt es auf dem Joergplatz in Laim erst seit kurzem – ein gutes Beispiel, wie aus einem hässlichen Ort ein Traumgelände wird. Leider auch ein seltenes. Die AZ-Serie „Problemplatz“ hat es in den letzten Wochen gezeigt: Viele Münchner Plätze sind ziemlich greislig. Manchmal aber tut sich was. Wie beim Joergplatz. Am 13. August weihte OB Christian Ude das Areal in Laim ein. 300000 Euro hat der Umbau gekostet.
Platz wurde zweigeteilt
Die Stadt hat viel investiert. Aber auch die Bürger. Vor dem Umbau trieb sich hier kaum jemand herum – außer einige Alkoholiker. Der Bezirksausschuss (BA) begann vor einigen Jahren, den Umbau zu planen. Die Anwohner machten Vorschläge, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Realschule. Das Ergebnis: Der Platz wurde zweigeteilt.
Auf der einen Seite stehen ein Fußballplatz und Basketballkörbe. Jugendliche hängen unter einem Unterstand ab – wenn sie wollen, sogar in einer Hängematte. Auf der anderen Seite spielen Kinder, unter ihnen Farida, auf der Schaukel, der Rutsche und dem Kraxelgerüst. „Es ist wirklich sehr gelungen“, sagt Peter Stöckle (CSU) vom Bezirksausschuss.
Kinder fühlen sich wohl
„Nach Aussagen vieler Bürger wird der Platz sehr gut angenommen“, sagt er zufrieden. „Ein paar beschweren sich über den Lärm, aber wo gibt’s das nicht? Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich jedenfalls wohl. Und das ist ganz anders als früher.“
T. Gautier
- Themen:
- CSU
- Christian Ude