Achtstündiger Einsatz der Bergwacht: Münchner (29) mit Begleiterin gerettet

Ein 29-jähriger Münchner und seine 25 Jahre alte Begleiterin aus Unterfranken setzen am Hohen Göll einen Notruf ab. Die anschließende Rettung der beiden Wanderer gestaltet sich schwierig.
von  AZ
Die Retter waren insgesamt acht Stunden im Einsatz.
Die Retter waren insgesamt acht Stunden im Einsatz. © Bayerisches Rotes Kreuz

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Berchtesgadener Bergwacht haben am Hohen Göll einen 29-jährigen Münchner und seine 25 Jahre alte Begleiterin aus Unterfranken gerettet: Die beiden Wanderer setzten am Samstag (31. Oktober) gegen 16 Uhr einen Notruf ab.

Wanderer bereits  über der Nebelgrenze in rund 2300 Höhenmetern

Nach Angaben der Bergwacht wollte das Duo am Hohen Göll vom Alpeltal übers Brett zum ganzjährig geöffneten Stahlhaus gehen und kam im Bereich des Großen Archenkopfs aufgrund der Vereisung im Absturzgelände nicht mehr weiter. 

Die beiden Wanderer waren bereits über der Nebelgrenze in rund 2300 Höhenmetern unterwegs, daher versuchte die Bergwacht zunächst noch kurz vor Sonnenuntergang mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber "Christoph 14“ die Einsatzstelle zu erreichen.

Bergretter acht Stunden lang im Einsatz 

Der Helikopter flog die Stelle mit zwei Bergrettern hoch von der freien Saalfeldener Seite im Südwesten und das Steinerne Meer an, musste dann aber aufgrund der rasch steigenden Wolkendecke abbrechen.

Nach Angaben der Bergwacht wollte das Duo am Hohen Göll vom Alpeltal übers Brett zum ganzjährig geöffneten Stahlhaus gehen.
Nach Angaben der Bergwacht wollte das Duo am Hohen Göll vom Alpeltal übers Brett zum ganzjährig geöffneten Stahlhaus gehen. © Bayerisches Rotes Kreuz

Beim dann folgenden "längeren bodengebundenen Einsatz" stiegen drei Retter als Voraustrupp auf, versorgten das Duo und statteten die beiden mit Steigeisen aus. Vier weitere nachrückende Einsatzkräfte sicherten die absturzgefährlichen vereisten Stellen mit Seilen.

Gleichzeitig forderte der Einsatzleiter einen nachtflugtauglichen Polizeihubschrauber mit Rettungswinde an, um bei einer Wolkenlücke möglichst schnell alle ausfliegen zu können.

Ein nachtflugtauglicher Polizeihubschrauber flog die beiden Wanderer ins Tal.
Ein nachtflugtauglicher Polizeihubschrauber flog die beiden Wanderer ins Tal. © Bayerisches Rotes Kreuz

Ein erster Versuch weiter oben misslang wegen schlechter Sicht, die Besatzung von "Edelweiß 8" erreichte die absteigende Gruppe in rund 1900 Höhenmetern, nahm die Wanderer mit der Winde auf und flog sie ins Tal zum Schneewinkl-Landeplatz.

Die restlichen Bergretter stiegen wieder zu Fuß ab. 13 Bergretter, darunter auch zwei Einsatzkräfte aus Traunstein mit dem Notbetankungsanhänger, waren den Angaben zufolge bis Mitternacht im Einsatz.

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