Abriss der Schalterhalle: Unnötig und schade

AZ-Lokalchef Felix Müller über den Abriss des Bahnhofs.
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AZ-Lokalchef Felix Müller über den Abriss des Bahnhofs.
Daniel von Loeper AZ-Lokalchef Felix Müller über den Abriss des Bahnhofs.

AZ-Lokalchef Felix Müller über den Abriss des Bahnhofs.

Über Stuttgart 21 haben sich ganze Familien zerstritten. Weil Deutschlands meistbekämpftes Bahnprojekt nicht nur große Nachteile hat. Sondern auch viele Vorteile. Viel kürzere Umsteige- und Fahrtzeiten, Regionalzüge, die quer durch die Stadt fahren und nicht immer nur bis zum Hauptbahnhof. Nicht zuletzt sehr große Flächen, die überirdisch für die Stadt zurückgewonnen werden können, weil Gleise unter die Erde verlegt werden.

"Jetzt fällt ein zentrales Stück Münchner Geschichte"

Und München? Hier kommt ein neuer Bahnhof, ein Millardenprojekt. Eine Debatte gab es nur im Miniatur-Format. Dabei hätte es dafür viel Anlass gegeben. Der verkehrliche Nutzen des Neubaus geht gegen Null, München bleibt ein Bahnhof mit weiten Wegen und ewigem Umsteigen. Alle Züge kreisen weiter langsam in die Stadt hinein und ächzen nach einem Richtungswechsel wieder hinaus. Flächen für die viel zu volle Stadt werden fast gar nicht gewonnen.

Die Bahn hat ganze Arbeit geleistet, indem sie einen Bahnhof über Jahrzehnte so sehr hat herunterkommen lassen, dass die Münchner vor allem das Gefühl haben, es werde Zeit für etwas Neues, Sauberes, Zeitgemäßes. Dabei hätte man den Wert der Nachkriegsarchitektur schätzen, sie pflegen und modernisieren können. Jetzt fällt einfach so ein zentrales Stück Münchner Geschichte. Unnötig. Und sehr schade.

Lesen Sie hier: Servus, Münchner Schalterhalle - Jetzt rollen die Bagger an

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