75-Jährige in Untergiesing getötet: Das sagen Staatsanwaltschaft und Polizei
Update, 12.08 Uhr: Die Münchner Polizei und die Staatsanwaltschaft München I haben am Montag weitere Details zum Tötungsdelikt in München Untergiesing vom 7. Februar genannt.
Tötungsdelikt in Untergiesing: Das ist die Tatwaffe
So ging Armin Ritterswürden, Leiter des ermittelnden Kommissariats 11, auf die Tatwaffe und die Todesursache ein: "Die 75-jährige Frau ist durch mehrere Stichverletzungen mit einem Messer getötet worden."
Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen psychisch kranken 23-jährigen Deutschen, der in München wohne und "einen familiären Bezug in diese Nachbarschaft" habe.
Keine Mordmerkmale ersichtlich: Ermittlungen wegen Totschlag
Wie Juliane Grotz, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, in der Pressekonferenz weiter erläuterte, sei unter anderem eine Obduktion der Leiche und eine psychiatrische Kurzbegutachtung des Tatverdächtigen angeordnet worden: "Die psychiatrische Erkrankung des Tatverdächtigen hat sich dabei bestätigt." Daher sei der Mann derzeit auch in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.
Zur rechtlichen Einordnung sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft: "Zurzeit wird ein vollendetes vorsätzliches Tötungsdelikt verfolgt, also Totschlag. Derzeit sind keine Mordmerkmale ersichtlich." Dennoch müsse man die finalen Ergebnisse der Ermittlungen abwarten, Mordmerkmale werden demnach weiter geprüft.
Update, 9. Februar, 10.13 Uhr: Nachdem am vergangenen Samstag (7. Februar) in Untergiesing eine 75-jährige Frau bei einem Tötungsdelikt ums Leben gekommen ist, hat die Münchner Polizei einen 23-jährigen Mann als Tatverdächtigen festnehmen können.
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Am heutigen Montag äußern sich Kriminalrat Armin Ritterswürden, der Leiter des Kommissariat 11, und Juliane Grotz, Staatsanwältin als Gruppenleiterin von der Staatsanwaltschaft München I zu dem Fall. Die Pressekonferenz im Medienzentrum des Polizeipräsidiums München wird ab 11.30 Uhr live auf Facebook und X übertragen.
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Update, 8. Februar, 17.55 Uhr: Der 23-Jährige wurde am Sonntagnachmittag von einem Gutachter psychiatrisch untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: Der Experte riet dazu, den Verdächtigen auf der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik unterzubringen. Der Ermittlungsrichter erließ im Anschluss am Abend einen entsprechenden Beschluss.
Ursprünglicher Artikel, veröffentlicht am 8. Februar, 9.09 Uhr: In Untergiesing ist am Samstagabend eine 75-jährige Frau bei einem Tötungsdelikt ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei mit.
Gegen 22.15 Uhr hatte der Nachbar der Rentnerin einen "lautstarken Streit", so ein Polizeisprecher, in dem Haus, das der Rentnerin gehört. Als die erste Polizeistreife eintraf, zeigte die Frau keine Lebenszeichen mehr. Die Tote lag im Haus im Bereich hinter der Eingangstür. Der Körper der Frau wies tödliche Verletzungen auf. Ob es sich um Stichwunden oder stumpfe Gewalt handelt, sagte die Polizei nicht.

Der mutmaßliche Täter wurde im Garten eines Nachbargrundstücks von Polizisten gestellt. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wird noch im Lauf des Sonntags dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der wird entscheiden, ob der Verdächtige in einer psychiatrischen Klinik oder in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht wird. Vorher soll ein Gutachter den 23-Jährigen untersuchen.
Der Mann leidet offenbar unter psychischen Problemen. Der Mann wohnt in der näheren Umgebung des Tatorts. Zwischen ihm und dem Opfer habe es keine Vorbeziehung gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmittag. Die 75-Jährige lebte ganz alleine in dem Reihenhaus in der Pistorinistraße.
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