600 bis 1100 Jobs weg: Kahlschlag bei Eon

Der Energieriese schließt in München die Zentrale von Eon Energie mit 400 Mitarbeitern – weitere 600 bis 1100 Arbeitsplätze an der Isar werden wohl gestrichen – „ein völlig falsches Signal“
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Dunkle Wolken über der Zentrale des Energieriesen E.ON
Julian Stratenschulte, dpa Dunkle Wolken über der Zentrale des Energieriesen E.ON

München - Das war’s dann – aus und vorbei: Die Sparpläne des Energiekonzerns Eon kosten in München 1000 bis 1500 Arbeitsplätze. Diese werden bis 2015 gestrichen, teilte der Konzern gestern in Düsseldorf mit. Noch schneller müssen sich die etwa 400 Beschäftigten der Eon-Tochter Eon Energie auf das Ende ihrer Jobs einstellen: Die Münchner Zentrale wird kommenden Sommer geschlossen.

Weltweit will Eon bis 2015 etwa 11 000 Stellen einsparen, davon 6000 in Deutschland. Der Eon-Konzern reagiert mit dem massiven Sparprogramm unter anderem auf das schwächere Gasgeschäft, vor allem aber auf die teuren Folgen des deutschen Atomausstiegs. Alle vier großen Verwaltungsstandorte Düsseldorf, Essen, Hannover und München bleiben demnach zwar erhalten, müssen aber abspecken. Bislang gibt es in München rund 2500 Stellen.

Das Deutschlandgeschäft von Eon Energie solle vom Sommer 2012 an von Essen aus geführt werden, sagte ein Eon-Sprecher. Allerdings würden die 400 derzeit in München bestehenden Stellen auf 90 reduziert, sagte Vize-Betriebsratschef Martin Cegla. Außer den Münchner Kollegen könnten sich darauf auch Eon-Mitarbeiter anderer Standorte bewerben. Alternativ gibt’s Abfindungen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Martin Zeil blieb nur ein Appell, „den Stellenabbau auf das unternehmerisch absolut unerlässliche Maß zu beschränken und sozialverträglich zu gestalten“. Ein Teil-Rückzug vom Standort München sei „das völlig falsche Signal“, erklärte Zeil.

Vor elf Jahren entstand Eon aus dem Zusammenschluss von Veba (Düsseldorf) und Viag (München). Die Viag umfasste unter anderem die Bayernwerke sowie die Isar-Amper-Werke.

 

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