50 Menschen zünden Feuerwerk – dann eskaliert die Lage an Münchner U-Bahn-Station
Die Halloween-Nacht von Samstag auf Sonntag sorgte in München für eine besondere Atmosphäre. Schaurig verkleidete Menschen zogen durch die Straßen, Bars und Clubs lockten mit kreativen Partys. Auf den Straßen wurde es allerdings auch auf unschöne Weise unheimlich.
Die Münchner Polizei spricht am Sonntag von rund 200 Einsätzen im Zusammenhang mit der Gruselnacht. Eine bemerkenswerte Entwicklung dabei: Rund die Hälfte der Einsätze stand nach Angaben der Polizei im Zusammenhang mit dem unerlaubten Abbrennen von Böllern und Feuerwerkskörpern.
Unerlaubte Pyrotechnik beschäftigt die Polizei
Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz hätten sich etabliert, sagt ein Polizeisprecher. "Das ist inzwischen echt viel." Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Feuerwerkskörper grundsätzlich nur rund um den Jahreswechsel abgebrannt werden dürfen.
Zwei größere Vorfälle verdeutlichen die Entwicklung. Im Bereich des Mira-Einkaufszentrums an der Schleißheimer Straße in Milbertshofen wurde der Polizei eine Gruppe von etwa 50 Personen gemeldet, die Pyrotechnik zündete. Und dabei blieb es nicht: Die Beteiligten warfen verschiedene Gegenstände, darunter Fahrräder und E-Scooter, den Abgang zum U-Bahnhof Dülferstraße hinunter.
Aggressive Gruppen in Milbertshofen und Sendling
An der Aktion beteiligte Personen verhielten sich nach Eintreffen der Polizei aggressiv. Als die Beamten das Aufgebot vergrößerten, flüchteten die Anwesenden in verschiedene Richtungen. Die Ermittlungen, unter anderem wegen Sachbeschädigung, laufen.
Auch auf dem Gelände der Pfeuferschule in Sendling zündete gegen 21 Uhr eine größere Personengruppe Pyrotechnik. Weil sich auch hier einige Jugendliche gegenüber den Einsatzkräften aggressiv verhielten, musste die Polizei teilweise unmittelbaren Zwang anwenden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden für das weite Umfeld Platzverweise ausgesprochen.
Halloween-Partys im Umland eskalieren
Zwei private Halloweenpartys eskalierten unterdessen im Münchner Umland. Eine über das soziale Netzwerk Snapchat angekündigte Feier einer jungen Frau in Unterschleißheim geriet außer Kontrolle.
Laut Polizei hielten sich zeitweise rund 200 Personen dort auf. Der Vater der Gastgeberin verständigte die Polizei. Zahlreiche Einsatzkräfte beendeten die Party schließlich friedlich.
Auch in Grünwald eskalierte eine private Feier in einer Wohnung. Gegen Mitternacht rief einer der anwesenden Gäste die Polizei. Vor dem Wohnhaus sei die Stimmung gekippt, weil nicht alle Gäste in die Wohnung gelassen werden konnten. Die Polizei beendete daraufhin auch diese Feier.
35 Ruhestörungen und 19 Körperverletzungen
Die Polizei zählte in der Halloweennacht zudem 35 Ruhestörungen im Zusammenhang mit Halloweenpartys, mehr als 30 Sachbeschädigungsdelikte sowie 19 Körperverletzungsdelikte.
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