50 Jahre homosexuelle Emanzipation in München

Vor 50 Jahren wurde die Homosexuelle Aktionsgruppe München (HAM) gegründet. Gefeiert wurde das Jubiläum am Sonntag in der Deutschen Eiche.
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Gruppenbild zum Jubiläum.
Gruppenbild zum Jubiläum. © Daniel von Loeper

München - In der Deutschen Eiche gab es am Sonntag was zu feiern. Vor 50 Jahren, am 9. November 1971, wurde dort die Homosexuelle Aktionsgruppe München HAM gegründet.

Diese erste Homosexuellen-Gruppe der neueren Zeit setzte auf Öffentlichkeitsarbeit und kritisierte die Unterdrückung und Repression gegen die Subkultur der Homosexuellen. Schwule und Lesben konnten bis dahin nur im Verborgenen leben, mussten ein Doppelleben führen.

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1980 löste sich die HAM auf

Mit der Aktionsgruppe emanzipierten sich Homosexuelle sichtbar und traten in die Öffentlichkeit des Münchner Stadtlebens, etwa durch Schauküssen in der gerade eröffneten U-Bahn. Ab 1973 gab es erste Standaktionen in der Neuhauser Straße. Stück für Stück begann die HAM, ein erstes eigenes homosexuelles Zentrum in München aufzubauen und eröffnete 1975 die Teestube Am Glockenbach, die bis 1978 bestand und auch von lesbischen Gruppen genutzt wurde. 1980 löste sich die HAM auf.

Sie gilt als Pionier-Organisation in München, die den Grundstein legte für die heutige Vielfalt der Münchner LGBTIQ*-Szene. Das Jubiläum wurde am Sonntag mit Zeitzeugen und Diskussionen gefeiert. Deutsche Eiche-Wirt Dietmar Holzapfel (im Bild rechts) hatte sogar noch etwas zu feiern: Er bekommt demnächst den Bayerischen Verdienstorden von der Staatskanzlei verliehen.

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