49-Jähriger soll sich an 16-Jährigem vergangen haben

Am Mittwoch hat in München der Prozess wegen Vergewaltigung gegen einen 49-jähriger Mann begonnnen. Er streitet den Vorwurf ab, gibt aber einen anderen sexuellen Übergriff zu.
| John Schneider
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Der Angeklagte: Ihm wird Vergewaltigung vorgeworfen.
jot Der Angeklagte: Ihm wird Vergewaltigung vorgeworfen.

München - „Ich bin selbstverständlich weder schwul noch bisexuell.“ Den Vorwurf am 29. August 2014 in einem Münchner Wohnheim einen 16-Jährigen vergewaltigt zu haben, weist Karl T. (49, Name geändert) weit von sich. Er stehe auf blonde, blauäugige Frauen, entrüstet er sich lautstark.

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Sein pampiger Ton hat ihm schon zu Prozessbeginn eine Rüge des Vorsitzenden Richter der Jugendkammer eingebracht. „So reden Sie nicht mit mir“, erklärte Stephan Kirchinger dem Angeklagten. Gebracht hat es nicht viel. Im Brustton der Überzeugung brachte Karl T. weiter seine Version der Geschichte zu Gehör.

Der Fall: Die Ankläger haben ermittelt, dass er einen 16-jährigen Ausreißer mit dem er zuvor an der Münchner Freiheit fröhlich gezecht hatte, mit zu sich nach Hause nahm. Der betrunkene Bub wollte nicht mehr zurück in sein Heim, da er dort aufgrund seines Zustandes Ärger bekommen würde.

Karl T. soll dem schlafenden Jugendlichen dann laut Anklage mitten in der Nacht an den Penis gefasst haben. Als der Bub davon aufwachte, vergewaltigte ihn der Ex-Bankangestellte. Wenige Stunden später sei es in der Toilettenkabine eines Schnellrestaurants zu einer weiteren Vergewaltigung des Buben gekommen.

Bei Karl T. klingt das ganz anders. Der Bub habe in dieser Nacht mit ihm auf dem Bett in seinem Zimmer gelegen, das sei richtig. Aber dann habe dieser selbst die Hand des 49-Jährigen genommen und zu seinem Glied geführt. „Ich habe ihm gesagt, er solle das lassen.“

Die Staatsanwaltschaft klagt Karl T. aber noch wegen einer weiteren sexuellen Straftat an. Ein halbes Jahr vor der mutmaßlichen Vergewaltigung, habe er eine 50-Jährige sexuell genötigt. Auch in diesem Fall habe man zuvor gemeinsam Bier und Wein getrunken. Er habe Lust bekommen und der Frau gesagt, sie solle sich frei machen.

Als sie sich weigerte, setzte es zwei Watschn. Die verängstigte Frau zog daraufhin ihren Pullover aus. Karl T. habe dann den BH runtergerissen und die Brüste betatscht. Bis ihm sein Opfer einen Kerzenständer über den Kopf zog und floh.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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