34-Jähriger im Münchner Norden niedergestochen – der Polizei tischt das Opfer eine Räuberpistole auf

Mit lebensgefährlichen Stichwunden im Bereich des Oberkörpers ist am vergangenen Samstag (10. Januar) ein 34-Jähriger in die Notaufnahme einer Klinik in der Innenstadt gekommen.
Opfer verwickelt sich in Widersprüche
Der Mann behauptete, er sei von einem Fremden in einem Park überfallen und niedergestochen worden. Der Mann wurde sofort notoperiert und befindet sich seitdem in stationärer Behandlung. Die Mordkommission übernahm noch am Wochenende die Ermittlungen und fand heraus, dass der 34-Jährige den Ermittlern zunächst eine regelrechte Räuberpistole aufgetischt hatte.
Haftbefehl gegen 32-Jährigen
Zwar war der Pole tatsächlich am Samstagnachmittag angegriffen worden, allerdings in der Lerchenau – aber nicht wie zunächst vom Opfer behauptet von einem Unbekannten, vielmehr soll es sich um einen 32-Jährigen aus dem Umfeld des Opfers handeln.
Die beiden Männer kannten sich und haben offenbar eine Art Geschäftsbeziehung unterhalten. Bei dem Treffen am Samstag soll es zum Streit gekommen und der 34-Jährige niedergestochen worden sein. Der 34-Jährige konnte schließlich auf bislang unbekannte Art und Weise flüchten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte - , und anschließend in das Krankenhaus gelangen.
Mutmaßlicher Täter ist der Polizei bereits bekannt
Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen. Zielfahnder und Beamte des USK nahmen am Montagabend den Verdächtigen fest. Der Mann leistete keinerlei Widerstand, so ein Polizeisprecher.
Der mutmaßliche Täter wird nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser entscheidet, ob der 32-Jährige in U-Haft kommt. Gegen den Polen wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt, er ist der Polizei zudem wegen Drogendelikten und Körperverletzung bekannt.