WM-Technik im Deutschen Museum: Schiedsrichter-Kamera wird in München ausgestellt

Winzig klein – aber extrem wichtig: Die Schiedsrichterkamera des WM-Finales 2026 in den USA gehört nun zur Sammlung des Deutschen Museums.
AZ/dpa |
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Die kleine Kamera von Schiedsrichter Slavko Vincic beim WM-Finale 2026 ist jetzt im Deutschen Museum zu sehen. (Archivbild)
Die kleine Kamera von Schiedsrichter Slavko Vincic beim WM-Finale 2026 ist jetzt im Deutschen Museum zu sehen. (Archivbild) © Tom Weller/dpa

Sie wiegt nur 14 Gramm – aber ihre Bilder haben erhebliches Gewicht: Die Schiedsrichterkamera des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist jetzt im Deutschen Museum in München ausgestellt. Die Firma Riedel Communications übergab die sogenannte RefCam an das Museum, wie dieses mitteilte. Die Mini-Kamera steht in der Ausstellung "Foto und Film", gleich gegenüber der Vitrine mit einer Daguerre-Kamera aus dem Jahr 1839, die satte sieben Kilogramm auf die Waage bringt.

Kamera beim WM-Finale im Einsatz

Die Kamera ist laut Museum nicht nur eine technische Innovation – sie war auch in einem historischen Moment dabei: Im Finale der WM in den USA war sie am Headset von Schiedsrichter Slavko Vinčić auf dessen Augenhöhe montiert – und zeigte unter anderem das entscheidende Tor für WM-Sieger Spanien in der 106. Minute aus seiner Perspektive.

"Was mich persönlich besonders fasziniert, ist die Miniaturisierung der Technik – verbunden mit der immensen Steigerung der Bildqualität", sagte Generaldirektor Michael Decker. "Und als Sportfan beeindruckt mich natürlich auch, dass die berühmte Schiedsrichterperspektive dank der Kamera für alle Zuschauer einnehmbar ist." Das Teil passe gut ins Deutsche Museum, das seit 120 Jahren die Weiterentwicklung der Kameratechnik dokumentiere.

Die winzige Kamera lieferte HD-Bilder direkt aus Sicht des Schiedsrichters – fast so, als sehe man das Spiel mit dessen Augen. Gleichzeitig wurde auch der Ton übertragen – die Kamera vermittelt damit eine Perspektive, als stünde man selbst auf dem Spielfeld.

Ursprünglich für die Ausbildung gedacht

Ursprünglich sollten die Bilder zu Trainingszwecken für die Schiedsrichterausbildung dienen, wie das Museum erläuterte. Inzwischen bekommt sie auch das Fernsehpublikum zu sehen.

"Bei der Konstruktion der RefCam stand die Anforderung im Vordergrund, eine extrem leichte Kamera zu bauen, die die Schiedsrichter in keiner Weise behindert und dennoch hervorragende Bilder in Sendequalität liefert", erklärt Thomas Riedel. Dass die Entwicklung nun einen dauerhaften Platz im Deutschen Museum erhalte, sei eine besondere Ehre.

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