1200 Bosnien-Anhänger feiern 3:1 – Polizei mit Großaufgebot

Etwa 1200 Männer und Frauen feierten am Mittwochabend den 3:1-Sieg der bosnisch-herzegowinischen Nationalmannschaft. Zwischen Univiertel und Schwabing ging auf der Leopold- und der Ludwigsstraße nichts mehr. 100 Polizisten waren im Einsatz. 
Ralph Hub
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Der Bosnier Edin Dzeko (l) jubelt gemeinsam mit Esmir Bajraktarevic, nachdem Katar ein Eigentor erzielt hatte
Der Bosnier Edin Dzeko (l) jubelt gemeinsam mit Esmir Bajraktarevic, nachdem Katar ein Eigentor erzielt hatte © Lindsey Wasson

Der Schlusspfiff im Stadion (3:1) war kaum verklungen, da hielt es die in München lebenden Bosnierinnen und Bosnier nichts mehr in den Lokalen und Kneipen zwischen dem Uni-Viertel und Schwabing. Zu Hunderten drängten sie raus auf die Leopold- und Ludwigstraße, um rund um das Siegestor ihr Team zu feiern.

WM-Party rund um das Siegestor

Etwa 1200 Fans drängten sich laut Polizei auf den Gehwegen und auch auf der Fahrbahn. Zudem waren 200 Autos unterwegs, die mit Fahnen geschmückt und laut hupend auf der Leopold- und Ludwigstraße fuhren. Gegen 23.30 Uhr zündeten zwei Personen Feuerwerk auf der Ludwigstraße. Sie wurde von der Polizei festgesetzt und angezeigt. Im weiteren Verlauf des Abends wurden wiederholt pyrotechnische Gegenstände gezündet, so ein Polizeisprecher. "Wobei keine Verursacher festgestellt werden konnten".

Erst nach 1 Uhr nachts wurde es ruhiger

Ein Motorradfahrer, der mit dem Hinterrad seiner Maschine mehrere Burn-Outs auf der Fahrbahn machte, wurde ebenfalls von Polizisten gestoppt und angezeigt. Um einen Überblick über die Einsatzlage und die Anzahl der Personen zu gewinnen, setzte die Polizei eine Drohne ein. Die Beamten lotsten die Feiernden auf die Verkehrsfläche im Bereich des Siegestores, um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Insgesamt waren rund 100 Polizisten im Einsatz. Kurz nach 1 Uhr nachts gingen die meisten Fußballfans glücklich und friedlich nach Hause. Während des Polizeieinsatzes kam es zu einer Vielzahl von Beschwerden durch Anwohner wegen des Lärms. Nennenswerte Sicherheitsstörungen oder Verletzte gab es laut Polizei nicht.

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