12 Minuten Verfolgungsjagd durch München: Rennradler versucht der Polizei zu entkommen

Ein 49 Jahre alter Münchner hat am Donnerstagabend in der Innenstadt eine rote Ampel überfahren. Eine Polizeistreife in einem VW Bully wollte den Mann stoppen. Doch der Radler fuhr davon. Weit kam er nicht.
von  Ralph Hub
Die Polizei hat einen Münchner gestoppt, der auf einem Rennrad versuchte, einem Streifenwagen zu entkommen. (Symbolbild)
Die Polizei hat einen Münchner gestoppt, der auf einem Rennrad versuchte, einem Streifenwagen zu entkommen. (Symbolbild) © Moritz Frankenberg

Eine Polizeistreife hat am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr beobachtet, wie ein Mann auf einem Rennrad an der Kreuzung Plinganserstraße und Lindenschmitstraße über eine rote Ampel fuhr. Die Beamten wollten den 49-jährigen Sozialarbeiter stoppen. Doch der Radlrambo hatte offenbar Besseres vor: Er versuchte, seine Verfolger abzuschütteln.

Rennradler lässt sich nicht stoppen

Die Polizisten in einem VW Bully nahmen die Verfolgung auf. Dabei hatten sie nach Angaben einer Polizeisprecherin das Blaulicht an ihrem Streifenwagen eingeschaltet. Zudem gaben sie mit Lichtzeichen Haltesignale und riefen dem Radler aus dem fahrenden Auto heraus zu, er solle stehen bleiben. Doch der 49 Jahre alte Sozialarbeiter aus München dachte nicht daran. Er versuchte weiterhin, sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen, so die Polizeisprecherin.

Mehr als drei Kilometer dauert die Verfolgungsjagd

Der Mann auf dem Rennrad bewies gute Kondition. Rund 12 Minuten und etwa 3,4 Kilometer hielt er durch. In der Bahnunterführung in der Tumblingerstraße überholten die Polizisten den Radlrambo und stellten ihren VW Bully vor ihm quer auf die Straße. Der Radler wollte aber noch immer nicht stoppen. Er versuchte, sich an dem Polizeiauto auf der Fahrbahn vorbeizuschlängeln. Dabei touchierte er aber die geöffnete Fahrzeugtür und stürzte. Der Radler erlitt dabei leichte Verletzungen. Ein Rettungsdienst musste nicht angefordert werden, so die Polizeisprecherin.

Das Fahrrad sowie das Polizeifahrzeug wurden jeweils leicht beschädigt. Gegen den 49-Jährigen wird nun wegen diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug ermittelt. Die Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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