Vorsicht vor diesen Kostenfallen auf Campingplätzen
Camping wird von vielen Menschen oft als günstigere Alternative zum Hotelurlaub gesehen. Tatsächlich trifft das in vielen Fällen zu, wer jedoch nur den Stellplatzpreis berücksichtigt, kann beim Auschecken eine unschöne Überraschung erleben. Neben der reinen Übernachtungsgebühr summieren sich auf vielen Campingplätzen Nebenkosten, die unerfahrene Camper bei der Planung schnell übersehen könnten.
Was der Stellplatzpreis meist nicht enthält
Der ausgewiesene Grundpreis deckt oftmals nur den Stellplatz selbst ab und nicht mehr. Der Strompreis wird für gewöhnlich je nach Anlage entweder als Tagespauschale oder nach tatsächlichem Verbrauch berechnet. Beispielsweise in kälteren Wochen erwartet Camper, die elektrisch heizen, am Ende des Aufenthalts eine entsprechend hohe Gebühr.
Auch warmes Duschen ist längst nicht überall inklusive. Viele Campingplätze arbeiten mit Duschmünzen, Chipkarten oder Ähnlichem Warmwasser steht dann häufig nur für ein bestimmtes Zeitintervall zur Verfügung, meist für wenige Minuten. Wer täglich duschen möchte, sollte auch diesen Posten bei der Kalkulation einbeziehen.
In touristisch beliebten Regionen kommt häufig eine Kurtaxe hinzu, die pro Person und Nacht beziehungsweise Tag erhoben wird. Diese Kurtaxe liegt in der Regel im niedrigen einstelligen Eurobereich, kann sich jedoch schnell summieren. Häufig ist die Höhe der Kurtaxe von der Jahreszeit und vom Alter der Reisenden abhängig. Eine kleine Beispielrechnung: Wenn die Kurtaxe pro Urlauber und Tag drei Euro beträgt und der Aufenthalt mit vier Personen zwei Wochen dauert, werden hier zusammen fast 170 Euro fällig.
Hinzu können auch Umwelt- und Abwassergebühren kommen, die dann meist pro Tag erhoben werden. Ein gezielter Blick in die Preisliste vor der Buchung kann sich darum lohnen.
Haustiere, Waschmaschine, WLAN
Wer den Hund mitnimmt, zahlt auf vielen Campingplätzen ebenso zusätzlich. Der typische Kostenrahmen liegt häufig bei wenigen Euro pro Tag/Nacht. Auch das sollte man nicht unterschätzen. Bei einem zweiwöchigen Urlaub und einer Gebühr von beispielsweise täglich fünf Euro, sind auch das direkt 70 Euro zusätzlich. Und der Waschtag hat ebenfalls seinen Preis: Eine Ladung in der Campingplatz-Waschmaschine oder im Trockner kostet häufig um die fünf Euro, manchmal auch mehr. Zudem ist das Waschmittel eher selten inbegriffen.
Der Internetzugang kann ebenso zusätzliche Kosten verursachen. Zugang zum WLAN kann inbegriffen sein, entsprechende Tagesgebühren könnten vom Betreiber des Campingplatzes aber auch erhoben werden. Viele Campingplätze der gehobenen Kategorie werben außerdem mit einem breiten Freizeitangebot, für das Ähnliches gilt. Ob Leistungen wie Zugang zum Swimmingpool, der Sauna oder dem Fitnessraum inbegriffen sind oder separat gebucht werden müssen, variiert stark. Massagen oder Wellness-Anwendungen sind meist kostenpflichtig. Auch Fahrrad- und Bootsverleihe kosten in der Regel extra.
Vor der Buchung empfiehlt es sich deshalb, beim Campingplatz eine vollständige Aufstellung aller anfallenden Gebühren anzufragen oder online zu recherchieren. Wer flexibel ist und die Schulferien meidet, zahlt in der Nebensaison teils deutlich weniger und genießt obendrein im Idealfall mehr Ruhe auf dem Platz. Wer eigene Ausrüstung mitbringt und beispielsweise Fahrräder mitnimmt, kann sich darüber hinaus Leihgebühren sparen.
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