Reiseapotheke für die Sommerferien: Das gehört wirklich hinein

Sonne, Hitze, ungewohntes Essen: Im Urlaub treten kleine Beschwerden häufiger auf als zu Hause. Ein Überblick über die wichtigste Grundausstattung für die Reiseapotheke.
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Ist vor dem Urlaub an das Wichtigste gedacht, entspannt es sich besser.
Ist vor dem Urlaub an das Wichtigste gedacht, entspannt es sich besser. © Santiaga/iStock via Getty Images

Sommerferien stehen für Erholung, neue Orte und möglichst wenig Alltag. Doch gerade in dieser Zeit zeigt sich oft, wie schnell kleine gesundheitliche Probleme den Urlaub bremsen können. Hitze, ungewohnte Ernährung, lange Reisen oder mehr Zeit im Freien führen dazu, dass typische Beschwerden häufiger auftreten als zu Hause. Eine gut durchdachte Reiseapotheke ist deshalb kein überflüssiges Extra im Koffer, sondern ein praktischer Begleiter, der im entscheidenden Moment Zeit, Stress und manchmal auch einen Arztbesuch ersparen kann.

Kopfschmerzen nach langen Autofahrten, Fieber bei Infekten oder Muskelbeschwerden nach ungewohnter Aktivität gehören zu den häufigsten Gründen, warum Reisende in den Ferien Medikamente benötigen. Hier greifen viele auf bewährte Wirkstoffe zurück, die auch zu Hause in der Hausapotheke liegen. Besonders verbreitet sind dabei Ibuprofen und Paracetamol, die sowohl schmerzlindernd als auch fiebersenkend wirken können.

Wer allerdings in tropische oder subtropische Regionen reist, sollte beachten: In Gebieten mit Dengue-Risiko raten reisemedizinische Empfehlungen, etwa der Österreichischen Apothekerkammer, von gerinnungsbeeinflussenden Schmerzmitteln ab. Acetylsalicylsäure (ASS) und vorsorglich auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Ibuprofen sollten dort gemieden und stattdessen Paracetamol bevorzugt werden, da Dengue-Fieber zu einer erhöhten Blutungsneigung führen kann.

Ein digitales Fieberthermometer hilft, eine erhöhte Temperatur verlässlich einzuordnen, statt sie nur zu schätzen. In vielen Fällen reicht bereits eine kurzfristige Anwendung aus, um den Urlaub wieder angenehm fortzusetzen.

Magen und Darm als empfindlicher Reisebegleiter

Ein klassisches Urlaubsthema sind Verdauungsbeschwerden. Auslöser ist meist nicht das Klima selbst, sondern verunreinigte Lebensmittel oder belastetes Wasser, etwa über ungekochte Speisen, ungeschältes Obst oder Eiswürfel, die aus nicht aufbereitetem Wasser stammen können. Auch ungewohnte, stark gewürzte Kost kann den Magen-Darm-Trakt zusätzlich belasten.

Besonders Durchfall ist dabei ein häufiges Problem, das nicht nur unangenehm ist, sondern auch den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt belastet. Elektrolytlösungen gehören deshalb in jede Reiseapotheke, um den Körper schnell wieder zu stabilisieren und Kreislaufproblemen vorzubeugen. Mittel gegen akuten Durchfall können kurzfristig helfen; bei Fieber, Blut im Stuhl oder anhaltenden Beschwerden ist allerdings ärztlicher Rat angezeigt.

Sonne, Haut und kleine Verletzungen

Im Sommer spielt die Haut eine zentrale Rolle, denn sie ist dauerhaft Sonne, Wasser und Bewegung ausgesetzt. Sonnenbrand entsteht oft schneller als gedacht, besonders in den ersten Urlaubstagen. Kühlende Gels, beruhigende Lotionen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind daher essenziell. Auch kleine Schnitt- oder Schürfwunden, etwa beim Sport oder beim Spaziergang über unebenes Gelände, sollten nicht unterschätzt werden. Desinfektionsmittel, Pflaster und etwas Verbandmaterial sorgen dafür, dass aus kleinen Verletzungen keine größeren Probleme werden.

Reisen, Bewegung und unerwartete Situationen

Neben den klassischen Beschwerden lohnt es sich, auch an Reisekrankheit, Insektenstiche und allergische Reaktionen zu denken. Gerade bei langen Fahrten oder Bootsausflügen kann es zu Übelkeit kommen, während Insektenstiche im Sommer fast unvermeidlich sind. Ein Mücken- und Zeckenschutz beugt Stichen vor; juckreizstillende Gels oder Antihistaminika lindern den Juckreiz und leichte örtliche Reaktionen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Bei einer schweren allergischen Reaktion reichen Antihistaminika nicht aus. Wer eine bekannte Insektengift- oder andere schwere Allergie hat, sollte das ärztlich verordnete Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor mitführen - und bei Anzeichen einer starken Reaktion wie Atemnot, Kreislaufproblemen oder Schwellungen im Gesichts- und Halsbereich sofort das Adrenalin anwenden und den Notruf wählen. Ebenso sinnvoll ist es, persönliche Medikamente in ausreichender Menge mitzunehmen, da sie im Ausland nicht immer unter denselben Bedingungen erhältlich sind.

Vorbereitung als Teil der Erholung

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke bedeutet nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen, sondern mit realistischen Situationen umzugehen, die im Urlaub auftreten können. Wer vorbereitet ist, kann Beschwerden schneller einordnen und bleibt flexibler, wenn etwas nicht nach Plan läuft. So bleibt der Fokus dort, wo er hingehört: auf Erholung, neue Eindrücke und eine unbeschwerte Sommerzeit.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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