Pferdekutschen im Central Park sollen bis Mitte 2028 verschwinden
Schon seit Jahrzehnten sind Pferdekutschen im Central Park eine der berühmten Touristenattraktionen von New York City. Während viele Reisende das Angebot gerne wahrnehmen, gibt es seit langer Zeit aber auch Kritik von Tierschützern. Nach einem tragischen Unfall im vergangenen Juni, bei dem ein 18-jähriger Tourist ums Leben gekommen ist, sollen die Pferdekutschen aus dem Central Park verschwinden.
Der Stadtrat hat jetzt einem Gesetzesentwurf zugestimmt, laut dem ab Juni 2028 keine Pferdekutschen mehr in New York City regulär fahren dürfen. Dies würde das Aus für die Kutschen im Central Park bedeuten. Es wäre das Ende für eine Attraktion, die "so alt wie der Park selbst" sei, schreibt die "New York Times".
Was passiert mit den Pferden und den Fahrern?
Der Verbotsentwurf ist nach dem verstorbenen 18-Jährigen benannt und trägt den Namen "Romanch's Law". Eine Sprecherin erklärte jetzt, dass New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani (35) den Entwurf unterzeichnen werde "und die Mamdani-Regierung jeden Tag daran [arbeitet], dies zu ermöglichen und gleichzeitig den Eigentümern und Arbeitnehmern dieser Branche den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten". Sein Büro hatte zuvor an dem Gesetzesentwurf mitgearbeitet.
Wie genau es für die laut der Tageszeitung insgesamt rund 200 Personen - Besitzer, Kutscher und Stallpersonal - sowie die etwa 180 Pferde weitergehen wird, ist derzeit offen. Die Pferde dürften nach aktuellem Stand zumindest nicht zur Schlachtung oder an andere Kutschbetriebe verkauft werden.
Laut offizieller Stellen habe man bis zum voraussichtlichen Inkrafttreten des Verbots in rund zwei Jahren genügend Zeit, um Fragen im Detail zu klären. Man wolle den Beschäftigten dabei helfen, neue Jobs zu finden und arbeite bereits an Plänen zur Entschädigung der Besitzer. Ein genauerer Plan müsste demnach bis zum 1. April 2027 ausgearbeitet werden.
Selbst US-Präsident Donald Trump (80) kommentierte den Verbotsentwurf und positionierte sich auf der Seite von Traditionalisten und der zuständigen Gewerkschaft, die sich kritisch äußerten. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärte er unter anderem, dass "die Pferdekutsche in New York City ein wesentliches New-York-Erlebnis" sei. Die Abschaffung geschehe ihm zufolge aus "politischen Gründen". Die Gewerkschaft hat angekündigt, vor Gericht ziehen zu wollen.
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