New Orleans: Die Seele der Stadt auf einem Festival erleben

Die Stadt New Orleans ist berüchtigt für den Mardi Gras. Doch nicht nur der Karneval lockt nach Louisiana. Die "Wiege des Jazz" hat etwa schon Ende April wieder ein großes Event zu bieten, das New Orleans Jazz & Heritage Festival.
(wue/spot) |
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New Orleans feiert schon bald wieder sein Jazz & Heritage Festival.
New Orleans feiert schon bald wieder sein Jazz & Heritage Festival. © iStock via Getty/Kruck20

Wohl kaum eine Stadt hat die Musikwelt in den jüngeren Jahrhunderten so geprägt wie New Orleans. Hier in den US-amerikanischen Südstaaten, wo im frühen 20. Jahrhundert an Straßenecken und in Clubs eine gänzlich neue Klangsprache entstand, schlägt bis heute der Puls des amerikanischen Jazz.

Dass man in New Orleans, oft auch als "Wiege des Jazz" bezeichnet, nicht nur beim Mardi Gras richtig feiert, zeigt etwa das anstehende Jazz Fest, oder in lang: das New Orleans Jazz & Heritage Festival. Das Festival findet in diesem Jahr vom 23. April bis zum 3. Mai statt.

Zwischen internationalen Stars und großartigem Essen

Hunderttausenden Menschen feiern das Erbe des Jazz, Musik im allgemeinen und die reichhaltige Kultur der Region. Das Jazz Fest versteht sich ausdrücklich als Heritage-Festival - also als Veranstaltung, die kulturelles Erbe sichtbar macht und würdigt.

Geboten werden daher nicht nur Auftritte tausender Musikerinnen und Musiker, darunter internationale Stars mit ihren Bands und Crews, sondern auch allerhand Leckereien. Wer zwischen den Konzerten eine Pause einlegt, entdeckt handgefertigte Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlerinnen aus der Umgebung und vor allem die Küche der Region: Gumbo, Crawfish Étouffée, Po-Boys und Beignets gehören etwa zum festen Bestandteil des Festivalerlebnisses.

Der Veranstaltungsort ist der Fair Grounds Race Course, das historische Pferderennbahngelände im Herzen der Stadt. Das Festival ist sozusagen ein Querschnitt durch die kulturelle DNA Louisianas. Hier gibt es entsprechend nicht nur traditionellen und modernen Jazz zu hören, sondern auch Blues, Gospel, Folk oder Country bis hin zu Bluegrass, Rap und Rock - und so ziemlich alles, das sich irgendwo dazwischen befindet. Es ist wie ein Überblick über die reichhaltige Musikkultur Louisianas und New Orleans'.

Das schier unendlich lange Line-up liest sich daher auch wie eine wilde Mischung von weltberühmten und kleineren Acts aus zahlreichen Genres. Auftreten werden etwa auch Legenden wie Herbie Hancock (85), Nas (52), die Eagles, Rod Stewart (81), Stevie Nicks (77) oder Earth, Wind and Fire. Auch Acts wie Jon Batiste (39), Teddy Swims (33) oder Lorde (29) geben sich die Ehre.

Ein Festival mit Haltung

Erstmals im Jahr 1970 veranstaltet, steht hinter dem Jazz Fest die New Orleans Jazz & Heritage Foundation. Die gemeinnützige Organisation nutzt die Erlöse aus dem Festival, um Gelder in die Förderung von Musik, Bildung und den Erhalt der Kultur in New Orleans zu investieren. Das Festival ist damit nicht nur ein Spektakel, sondern auch ein Beitrag zum Fortbestand jener Kultur, die es feiert.

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