Mit Struppi in den Urlaub

Von Impfbestimmungen bis Transport - alles Wissenswerte für das Reisen mit Hund.
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Gut gesichert auf Reisen. Foto: Frank Leonhard
srt 2 Gut gesichert auf Reisen. Foto: Frank Leonhard
Mit dem Auto reist der Hund am bequemsten. Foto: Jens Ressing
srt 2 Mit dem Auto reist der Hund am bequemsten. Foto: Jens Ressing

Von Impfbestimmungen bis Transport - alles Wissenswerte für das Reisen mit Hund.

Natürlich soll Struppi mit in den Urlaub. Doch das wirft viele Fragen auf: Wie sollen wir ihn transportieren? Darf er überhaupt einreisen? Was dürfen wir keinesfalls vergessen? Wir haben die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

Der Ausweis

Seit 2004 brauchen Hund und Katze einen Heimtierausweis, um in der EU auf Reisen zu gehen. Den stellt jeder Tierarzt aus. Zudem muss das Tier per Tätowierung oder per implantiertem Mikrochip gekennzeichnet sein. Vorsicht: Ab 2011 gilt nur noch der Mikrochip! Außerhalb der EU sollten Sie rechtzeitig die jeweiligen Einreisebestimmungen des Urlaubslandes beim Konsulat erfragen. Zum Teil ist ein Gesundheitszeugnis erforderlich.

Die Impfbestimmungen

Mindestens 30 Tage vor Abfahrt muss Ihr Hund gegen Tollwut geimpft worden sein. Welpen unter drei Monaten sind meist noch nicht geimpft, bekommen bei der Einreise in vielen EU-Ländern aber keine Probleme. Ausnahmen sind Großbritannien, Malta, Irland und Schweden. Hier müssen Sie eine Behandlung kurz vor der Abreise gegen Zecken und Bandwürmer vorweisen. Für Länder außerhalb der EU gilt auch hier: rechtzeitig beim Konsulat informieren.

Der Hundekoffer

Nachdem Sie Ihre eigene Tasche für den Urlaub gepackt haben, sollten Sie auch an Bellos Koffer denken. Neben wichtigen Dokumenten wie Impfpass, Versicherungsnummer und den Kontaktdaten Ihrer Haftpflichtversicherung gehören auch Leine, Futter, Körbchen oder Decke, Bürste, Kauknochen und Spielsachen dazu. In manchen Ländern muss der Hund beim Stadtbummel einen Maulkorb tragen. In die Hunde Reiseapotheke gehören ein Floh- und Zeckenhalsband und Tropfen gegen die gefährlichen Sandmücken.

Reisen mit dem Auto

Das Auto ist das hundefreundlichste Verkehrsmittel. Vorausgesetzt, Struppi kann sich wenden und ist gut gesichert. Denn als Autofahrer sind Sie verantwortlich für die Sicherheit der Ladung, also auch für das Haustier an Bord. Sichern Sie Ihr Tier also mit Trenngittern, einem Sicherheitsgurt oder einer Transportbox. Hunde bis zu neun Kilogramm können auch in eine Sicherheitsschale auf der Rückbank gesetzt werden. Legen Sie alle zwei Stunden eine Pause ein. Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser mit und lassen Sie Ihren Hund im Sommer nie allein im Auto.

Reisen mit dem Zug

Kleine Hunde (bis zur Größe einer Katze) reisen in einem Transportbehälter unentgeltlich mit der Bahn. Größere Hunde müssen angeleint und mit Maulkorb den gleichen Fahrpreis bezahlen wie Kinder unter 15 Jahren. Meiden Sie die Hauptreisezeiten und buchen Sie längere Strecken so, dass ausreichend Zwischenstopps für kurze Spaziergänge möglich sind. Wenn ein Mitreisender Probleme mit Ihrem Hund hat, wechseln Sie einfach das Abteil oder gehen Sie mit Ihrem Hund auf den Gang. Wichtig: Unbedingt genug Trinkwasser dabei haben.

Reisen mit dem Schiff

Auf Fähren gibt es je nach Länge der Überfahrt und nach Land ganz unterschiedliche Bestimmungen. Manchmal darf der Hund angeleint mit an Bord, manchmal muss er die Zeit im Auto verbringen. Hier sollte man sich unbedingt darüber informieren, wie oft man selbst zum Autodeck darf, um nach dem Vierbeiner zu sehen. Wichtig: Tüten für den Hundekot einstecken.

Reisen mit dem Flugzeug

Das ist die stressigste Art des Reisens für einen Hund. Während kleinere Hunde bis acht Kilo in einer Box in der Kabine mitreisen dürfen, müssen größere in eine Transportbox im Frachtraum. Die wird entweder von der Fluggesellschaft gestellt oder aber Sie bringen Ihre eigene mit. Wichtig: Der Hund muss darin aufrecht stehen können und genügend Bewegungsfreiheit haben. Wenn Sie Ihre eigene Box kaufen, macht es Sinn, Ihr Tier frühzeitig daran zu gewöhnen. Da es auf jedem Flug nur begrenzt Plätze für Tierboxen gibt, sollten Sie rechtzeitig buchen. Sollten Sie Ihrem Hund diesen Stress ersparen wollen: Die örtlichen Tierschutzvereine organisieren die Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm' ich dein Tier" und helfen bei der Vermittlung von Urlaubsplätzen für Heimtiere. Ansonsten: Fragen Sie doch Freunde oder Familie, ob Sie Ihren Liebling nicht während Ihres Urlaubs als Gast aufnehmen wollen.

Julia Rothhaas

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