Marienschlucht am Bodensee nach elf Jahren wiedereröffnet

Rund elf Jahre lang war sie gesperrt. Nach einem Unglück wurde die Marienschlucht am Bodensee geschlossen. Jetzt ist sie offiziell wiedereröffnet worden und soll Besucher in die Region locken.
(wue/spot) |
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Die Marienschlucht liegt bei Bodman-Ludwigshafen am Bodensee.
Die Marienschlucht liegt bei Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. © iStock via Getty/RobertSchneider

Derartige Blicke auf den Bodensee hat es von hier aus gut elf Jahre lang nicht gegeben. Die Marienschlucht war nach einem Unglück gesperrt worden. Am vergangenen Wochenende wurde der Weg durch die Schlucht offiziell wiedereröffnet und steht allen zur Verfügung, die das Ausflugsziel erkunden möchten.

Im Jahr 2015 war es einem Bericht des SWR zufolge zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem eine Person ihr Leben verlor. Zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher wie auch den Menschen vor Ort blieb die Marienschlucht daraufhin gesperrt. Es sei zwischenzeitlich sogar zweifelhaft gewesen, ob die Schlucht überhaupt wieder geöffnet werden würde.

Feierliche Wiedereröffnung Ende März

Am vergangenen Wochenende ist die Marienschlucht nun aber offiziell wiedereröffnet worden. Laut Angaben der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen gab es zunächst am 27. März eine Eröffnung im feierlichen Rahmen, bei der unter anderem auch Carsten Gabbert, der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Freiburg, anwesend war. Das Band zu einem neuen Panoramasteg wurde durchtrennt.

Mit einem "Tag der offenen Schlucht" wurde die Wiedereröffnung dann am 28. März größer gefeiert. "Die hohe Resonanz zeigte eindrucksvoll, wie sehr die Schlucht den Menschen, besonders auch den Einheimischen aus den umliegenden Orten, gefehlt hatte", berichtet die Gemeinde auf ihrer Webseite. Da der Andrang demnach recht groß war, kam es auf dem Panoramasteg teilweise zu Verzögerungen. Insgesamt sei es "ein lang ersehntes Wiedersehen mit einem einzigartigen Ort der Natur, der nun wieder für alle zugänglich ist", gewesen.

Ein moderner Panoramaweg

Bereits seit dem 19. Jahrhundert sei die Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel in der Region gewesen, bevor es zu dem Unglück und der damit verbundenen Sperrung vor rund elf Jahren kam, berichtet der SWR weiter. Wo es früher nur einen engen Pfad mit Holzbrücken und -stufen gegeben habe, schwebe jetzt der erwähnte Steg. "Dieser Panoramasteg, der führt jetzt durch die Schlucht auf einer Höhe von zehn Metern. Er ist oberhalb des Baches und so kann man gesichert durch die Schlucht laufen", berichtet Sandra Domogalla, Leiterin Tourismus der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, dem Sender.

Bedacht wurde neben der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auch die Natur. Domogalla erklärt: "Dieser Stahlsteg ist für die nächsten vielen Jahre sicher da drinnen. Da muss man nichts reparieren. So kommen Flora und Fauna total zur Ruhe in der Schlucht." Der Steg hat demnach etwa 280 Stufen, ist gut 300 Meter lang und verknüpft mit fünf Aussichtsplattformen, die Ausblicke auf die Umgebung und den Bodensee erlauben. Vielleicht können Besucher auch einen Blick auf geschützte Wanderfalken erhaschen, die in Nähe zur Schlucht brüten.

Der Bodensee ist unter anderem ein beliebtes Ausflugziel für Freunde des Wanderns. Zu den vielen gebotenen Wegen gehört auch der "Premiumwanderweg SeeGang", der in vier Etappen entlang des Sees führt. Mit der Wiedereröffnung der Schlucht verläuft eine der Etappen des Wanderweges künftig wieder entlang ihrer ursprünglichen Route.

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