Kroatien im Hochsommer: Was Urlauber vorher wissen sollten

Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Sommerreisezielen deutscher Urlauber. Besonders die Halbinsel Istrien ist ein echter Besuchermagnet. Doch auch Städte wie Dubrovnik und Split oder die vielen Inseln ziehen jedes Jahr Millionen Touristen an. An den malerischen Stränden der Adriaküste zeigt sich der Sommer von seiner schönsten Seite. Gerade in Ferienmonaten wie dem August herrscht ideales Badewetter. Wer jetzt noch in der Hauptsaison reist, sollte jedoch einige praktische Hinweise beachten.
Anreise nach Kroatien: Autofahrer müssen mit Staus rechnen
Viele Urlauber reisen mit dem Auto an. Die Anreise aus Deutschland führt meist über Österreich und Slowenien. Für Istrien kann je nach Startpunkt auch die Route über Österreich und Italien sinnvoll sein. Während der Ferienzeit kann sich die Fahrt allerdings deutlich verlängern. Besonders an Grenzübergängen sowie vor dem Karawankentunnel und auf stark frequentierten Autobahnen sind Staus keine Seltenheit.
Wer zeitlich flexibel ist, sollte grundsätzlich möglichst früh an einem Wochentag losfahren, um den größten Reiseverkehr zu umgehen.
Reisende sollten Mautgebühren einplanen
Auf Autobahnen auf dem Weg zum Zielort in Kroatien kann eine streckenabhängige Maut erhoben werden. Entweder erhalten Autofahrer beim Auffahren ein Ticket, das dann beim Verlassen der Autobahn bezahlt wird. Oder es müssen an Mautstationen Gebühren entrichtet werden. Die Bezahlung ist in der Regel sowohl bar als auch mit gängigen Kreditkarten möglich. Für Pkw der Kategorie I sollten Reisende grob mit knapp unter zehn Euro pro 100 Kilometer rechnen. Für eine konkretere Kostenplanung eignet sich etwa der Routenplaner des ADAC.
Reisende aus Deutschland müssen je nach gewählter Route außerdem Gebühren für die österreichische und slowenische Vignette einplanen. Für einzelne Tunnelstrecken wird zudem eine spezielle Streckenmaut fällig. Auch die italienischen Autobahnen sind gebührenpflichtig.
Inselhopping in Kroatien: Fähren frühzeitig planen
Ein besonderer Reiz Kroatiens liegt in seiner Inselwelt. Offiziell verteilen sich 1.244 Inseln, kleinere Eilande und große Felsen entlang der kroatischen Adriaküste. Einige davon sind gut per Fähre erreichbar. Wer von Insel zu Insel reisen möchte, sollte die Fahrpläne frühzeitig prüfen. Vor allem im Sommer sind beliebte Verbindungen häufig stark ausgelastet. Für Reisende mit Auto empfiehlt es sich, Fährtickets möglichst vor Reisebeginn zu reservieren, falls dies im jeweiligen Fall möglich ist.
Volle Küstenorte im August: So lässt sich der Andrang umgehen
Auch an der Küste selbst macht sich die Hochsaison bemerkbar. Bekannte Orte wie Dubrovnik ziehen im August häufig besonders viele Besucher an. Strände füllen sich häufig schon am Vormittag, Parkplätze sind schnell belegt und spontane Hotelbuchungen werden schwierig. Deutlich entspannter kann es mit etwas Glück in kleineren Küstenorten wie Nin oder Fažana zugehen.
Eine gute Tagesplanung kann den Urlaub angenehmer machen. Frühmorgens sind Strände und Sehenswürdigkeiten meist ruhiger. Wer zwischendurch eine Pause vom Trubel an der Küste sucht, kann ins dalmatinische Hinterland ausweichen. Die Regionen hinter Split und Šibenik sind im Sommer im Vergleich zu den Küstenorten weniger dicht besucht und beeindrucken mit ihren Naturlandschaften. Sehenswert ist unter anderem der Nationalpark Krka mit seinen sieben Wasserfällen.