Goldene Jahreszeit: Fünf Reiseziele für einen farbenprächtigen Herbst

In den Dolomiten leuchten goldene Lärchen, in Schottland färben sich die Highlands kupfern und in Japan erstrahlt der Ahorn vor historischen Tempeln. Fünf Herbst-Reiseziele.
(elm/spot) |
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Die schottischen Highlands sind im Herbst ein wahrer Augenschmaus.
Die schottischen Highlands sind im Herbst ein wahrer Augenschmaus. © Andrew Briggs/iStock via Getty Images

Wenn sich die Blätter verfärben, beginnt eine eigene Reisesaison: Der Herbst bietet Laubfärbung, Weinlese und regionale Küche, oft bei noch milden Temperaturen. Ob Dolomiten, Highlands, Weinberge oder japanische Tempel: Diese fünf Ziele zeigen, wie unterschiedlich der Herbst sein kann und wann sich die Reise jeweils lohnt.

Südtirol: Goldene Lärchen vor den Dolomiten

In den Dolomiten färben sich die Lärchen golden, in den Tälern die Weinberge rot und gelb. Je nach Höhenlage erreichen die Farben meist zwischen Mitte Oktober und Anfang November ihren Höhepunkt. Im Tal führt die Südtiroler Weinstraße durch Weinorte wie Eppan, Kaltern und Tramin. Von Anfang Oktober bis zum ersten Advent wird in Südtirol zudem getörggelt: Zu Kastanien und jungem Wein kommt deftige Bauernkost auf den Tisch.

Wer mit dem Auto auf die berühmte Seiser Alm will, sollte allerdings planen: Solange die Seiser-Alm-Bahn fährt, ist die Zufahrt zur Hochalm bergwärts von 9 bis 17 Uhr für Privatautos gesperrt. Parken auf der Alm geht nur mit Online-Reservierung, die Auffahrt muss vor 9 Uhr erfolgen. Die Bahn ab Seis fährt bis zum 2. November, danach ist die Straße in der Regel ganztägig befahrbar.

Schottische Highlands: Herbstfarben zwischen Bergen und Seen

In den bewaldeten Tälern der Highlands färben sich Birken, Buchen, Eichen, Ebereschen und Lärchen gelb, rot und kupfern. Am kräftigsten sind die Farben im Oktober, besonders in Highland Perthshire rund um Pitlochry und Dunkeld. Westlich von Loch Ness liegt Glen Affric mit einem der größten Reste des alten kaledonischen Kiefernwalds; zwischen den Kiefern leuchten Birken und Ebereschen.

Das Wetter ist im Herbst schottisch-wechselhaft. Deutsche benötigen für die Einreise einen Reisepass sowie eine elektronische Reisegenehmigung (ETA); diese kostet 20 Pfund (rund 23 Euro).

Slowenien: Natur und Wein auf kleinem Raum

Slowenien ist klein, abwechslungsreich und von Süddeutschland aus gut mit dem Auto erreichbar. Rund um den Bleder See und in den Julischen Alpen leuchten die Wälder vor allem im Oktober. In den Weinregionen läuft die Lese je nach Gebiet von Ende August bis Mitte Oktober, vielerorts begleitet von Festen.

Rund um den Martinstag am 11. November wird landesweit der junge Wein gefeiert. Auf Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine E-Vignettenpflicht, sieben Tage kosten 16 Euro; ausgenommen sind die Küstenschnellstraßen H5 und H6. Bei der Anreise über Österreich kommen die dortige Vignette und die Maut für den Karawankentunnel hinzu.

Douro-Tal: Herbst zwischen Weinbergen

Im portugiesischen Douro-Tal gehören die Weinterrassen des Alto Douro seit 2001 zum Unesco-Welterbe. Die Lese läuft üblicherweise von Anfang September bis Anfang Oktober; 2026 begann sie nach Branchenangaben ein bis zwei Wochen früher als gewohnt. Danach färben sich die Reben kupfer- und goldfarben, auf den Weingütern wird es ruhiger. Erreichbar ist die Region per Auto, Flussschiff oder Zug, die Bahnfahrt von Porto nach Pinhão dauert gut zwei Stunden.

Im Oktober liegen die Tageshöchstwerte anfangs um 20 Grad, zum Monatsende darunter. Oktober und November zählen dort zu den niederschlagsreichsten Monaten. Für die Einreise genügt der Personalausweis.

Japan: Herbstfarben vor Tempeln und Schreinen

In Japan färben sich Ahorn und andere Laubbäume rot, orange und gold. Oft liegen die Bäume malerisch rund um Tempel, Schreine und Gärten. Die Färbung wandert von Norden nach Süden und von den Bergen in die Städte. In Nikko, nördlich von Tokio, beginnt sie in höheren Lagen Anfang Oktober und erreicht an den Schreinen Anfang November ihren Höhepunkt.

Im Zentrum von Kyoto leuchtet der Ahorn meist Ende November bis Anfang Dezember. Für 2026 erwartet der private Wetterdienst "Japan Meteorological Corporation" den Höhepunkt dort um den 11. Dezember, einige Tage später als im Mittel. Deutsche reisen für bis zu 90 Tage visumfrei mit Reisepass ein.

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