Eintritt für den Kölner Dom: Was Touristen künftig wissen müssen
Millionen von Menschen besuchen jährlich den Kölner Dom. Viele von ihnen werden künftig zahlen müssen: Die hohe Domkirche führt "ab der zweiten Jahreshälfte 2026 eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher ein". Das hat das verantwortliche Domkapitel kürzlich beschlossen. Hier alle bislang bekannten Informationen darüber, was sich ändern wird - und was gleich bleiben soll.
Der Grund für die Gebühr
Die Besichtigungsgebühr wird eingeführt, weil gestiegene Personalkosten und generelle Preissteigerungen dazu geführt haben, dass die Unterhaltskosten ebenso stetig gestiegen sind, heißt es in einer Mitteilung. Der Wirtschaftsplan des Domes umfasst demnach aktuell für dieses Jahr Ausgaben von etwa 16 Millionen Euro, was durchschnittlich 44.000 Euro täglich entspreche. (Stand: Anfang März 2026)
Lange Zeit war während der Covid-19-Pandemie die Schatzkammer geschlossen und eine Turmbesteigung war nicht möglich. Hier wird bereits ein Eintrittspreis erhoben. Auch die üblichen Besucherzahlen blieben entsprechend aus. Für gewöhnlich werden laut offizieller Angaben rund sechs Millionen Menschen im Jahr erwartet. Besonders durch die Pandemie seien die Rücklagen, auf die man bisher zurückgreifen konnte, erschöpft.
Bereits ergriffene Sparmaßnahmen seien nicht ausreichend. "Wir müssen anerkennen, dass die Liquiditätsreserven des Domes in absehbarer Zeit aufgebraucht sind", wird Domrendant Clemens van de Ven zitiert. Daher habe man sich beim Domkapitel zu dem Schritt entschieden, künftig eine Besichtigungsgebühr zu erheben.
Was über die neue Gebühr bekannt ist
Die Erhebung der neuen Gebühr sei "wohlüberlegt und im Bewusstsein unserer großen Verantwortung", erklärt Dompropst Msgr. Guido Assmann. Was mancher als "Eingriff" empfinden könne, sei "alternativlos, wenn wir die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes in bewährter Weise fortführen möchten".
Bereits in wenigen Monaten müssen Touristinnen und Touristen also diese neue Gebühr entrichten. Es gibt aber auch Ausnahmen. So sind etwa Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins ausgenommen, und auch der Besuch von Gottesdiensten soll "uneingeschränkt möglich" bleiben. Gewisse Bereiche sollen außerdem kostenlos für ein stilles Gebet zugänglich bleiben - genauso wie die Opferlichter.
Assmann glaubt, dass die Gebühr sich "nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ bald etablieren wird". Aber man ist sich auch bewusst, dass dadurch künftig wohl weniger Besucherinnen und Besucher im Dom empfangen werden können. "Wir gehen davon aus, dass die neue Besichtigungsgebühr den 'Tagesbetrieb' im Dom deutlich beruhigt und dabei hilft, den Dom wieder stärker als Gotteshaus und sakralen Raum erfahrbar zu machen", sagt der Dompropst.
Wie hoch die neue Gebühr ausfallen wird, steht allerdings bislang nicht fest. Assmann erklärt, man möchte sich "in den kommenden Wochen Zeit nehmen und sorgsam ein Preisgefüge erstellen, über Sonderkonditionen und über mögliche 'Aktionstage' mit freiem Eintritt für bestimmte Besucherinnen und Besucher nachdenken".
Die Öffnungszeiten
An den Öffnungszeiten soll sich unterdessen vorerst wohl nichts ändern. Wie bisher bleibe der Kölner Dom überwiegend zwischen 6 Uhr und 20 Uhr geöffnet. Touristinnen und Touristen erhalten in der Regel außerhalb liturgischer Zeiten die Möglichkeit zur Besichtigung. Meist ist dies an Werktagen zwischen 10 Uhr und 17 Uhr, am Sonntag zwischen 13 Uhr und 16 Uhr sowie nach der Abendmesse bis 20 Uhr in der Turmhalle. Auf der Webseite des Kölner Doms wird aber darauf hingewiesen, dass Gottesdienste stets Vorrang haben.
Eine Turmbesteigung ist zwischen März und Oktober in der Regel zwischen 9 Uhr und 18 Uhr möglich, zwischen November und Februar zwischen 9 Uhr und 16 Uhr. Letzter Einlass erfolgt rund eine halbe Stunde vor Schließung. An einzelnen Tagen bleibt der Turm generell geschlossen, genauere Infos lassen sich auch hier auf der Webseite finden.
Die aktuellen Preise sind dort ebenso gelistet. Momentan kostet die Besteigung für Erwachsene acht Euro pro Person. Ermäßigte Einzelkarten liegen bei vier Euro, eine Familienkarte bei 20 Euro. Kombikarten, die auch einen Einlass in die Schatzkammer ermöglichen, gibt es für zwölf respektive sechs Euro pro Person - oder für 30 Euro für Familien. Gruppenführungen und öffentliche Führungen sind unter anderem ebenso buchbar.
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