Die spektakulärsten Kunstdiebstähle Europas

2019 stahlen Kunsträuber kostbare Juwelen aus Dresdens Grünem Gewölbe, vor Kurzem nahm die Polizei drei Verdächtige fest. Das sind Europas berühmteste Fälle von Kunstraub.
| (amw/spot)
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2019 brachen zwei Kunstdiebe in das Grüne Gewölbe ein - die Schatzkammer der Dresdner Residenz.
imago images/Max Stein 2019 brachen zwei Kunstdiebe in das Grüne Gewölbe ein - die Schatzkammer der Dresdner Residenz.

Am 25. November 2019 kam es im Dresdner Grünen Gewölbe zu einem spektakulären Raubüberfall. Zwei Männer stiegen in die Schatzkammer des Residenzschlosses ein und stahlen drei mit Edelsteinen besetzte Juwelengarnituren. Die Täter konnten fliehen und setzten später das Fluchtfahrzeug in Brand. Allerdings gelang es der Polizei knapp ein Jahr später, drei Tatverdächtige bei einer Großrazzia in Berlin festzunehmen. Von den Juwelen fehlt aber jede Spur. Es ist lange nicht der einzige Fall von millionenschwerem Kunstraub in Europa. Immerhin: Die meisten Verbrechen sind inzwischen aufgeklärt und die Beute wieder im Museum.

Neun Werke aus dem Brücke-Museum

Im April 2002 wurden gleich neun Kunstwerke aus dem Berliner Brücke-Museum gestohlen. Die Täter manipulierten die Alarmanlage und schlugen ein Fenster ein, um in das Gebäude zu gelangen. Alle entwendeten Werke stammten von berühmten expressionistischen Malern: Sechs Bilder von Erich Heckel und jeweils eins von Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Max Pechstein kamen abhanden, ihr Gesamtwert lag bei mehr als 3,5 Millionen Euro. Die Täter konnten zunächst fliehen, blieben allerdings nicht lange unentdeckt. Vier Wochen nach der Tat verhaftete die Polizei vier Männer und eine Frau bei einer Wohnungsdurchsuchung und stellte alle neun Bilder sicher.

Der größte Kunstdiebstahl Europas

Kunst im Wert von 180 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 166 Millionen Euro) erbeuteten Diebe im Februar 2008 aus der Kunstsammlung E.G. Bührle im Züricher Seefeld-Quartier. Drei Maskierte drangen am späten Nachmittag in die Villa ein, weder Besucher noch Personal wurden verletzt. Vier wertvolle Ölgemälde nahmen sie mit: "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cezanne, "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh, "Mohnfeld bei Vetheuil" von Claude Monet und "Ludovic Lepic und seine Töchter" von Edgar Degas. Die Polizei nannte es den "größten Kunstdiebstahl Europas". Eine Woche später tauchten die Bilder von Monet und van Gogh in Zürich in einem gestohlenen Auto wieder auf, die anderen beiden wurden 2012 in Serbien mit vorgetäuschtem Lösegeld zurückgekauft.

Mona Lisa ging auf Reisen

1911 fiel Leonardo da Vincis Mona Lisa einem Dieb in die Hände. Der italienische Handwerker Vincenzo Peruggia arbeitete im Pariser Louvre und nutzte die Gelegenheit, das Bild zu entwenden. Er versteckte sich in einem Schrank und ließ sich über Nacht im Museum einschließen. Er löste das Bild aus dem Rahmen und schmuggelte es am nächsten Tag aus dem Gebäude. Knapp zwei Jahre später versuchte Peruggia, das Bild in Florenz zu verkaufen und wurde festgenommen. Die Motivation des Diebes war offenbar, das Gemälde in seine "italienische Heimat" zu bringen. Der Raub der Mona Lisa trug Anfang des 20. Jahrhunderts viel zu ihrer Berühmtheit bei.

Zwei Gemälde für 75 Millionen Euro

Im August 2004 stürmten tagsüber zwei bewaffnete Männer ins Osloer Edvard-Munch-Museum und verließen es mit den Gemälden "Der Schrei" und "Madonna" des norwegischen Malers Edvard Munch. Zusammen hatten die beiden Werke einen Wert von rund 75 Millionen Euro. Zwei Jahre später tauchten die Bilder wieder auf, leider in schlechtem Zustand. Restauratoren konnten allerdings Schrammen, Flecken und Löcher weitestgehend beheben. Die beiden Räuber sowie der Fahrer des Fluchtwagens wurden gefasst und zu mehrjährigen Haftstrafen und einer Schadensersatzzahlung von rund 200.000 Euro verurteilt.

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