Burano – Bilderbuchinsel in der Lagune von Venedig mit ganz viel Charme

Von Spitzenstickerei und Balsamico: Die kleine Insel in der nördlichen Lagune von Venedig hat einiges zu bieten.
| Ursula Angelika Küffner
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Der erste Eindruck bei der Ankunft in Burano.
Ursula Angelika Küffner 6 Der erste Eindruck bei der Ankunft in Burano.
Bunte Häuser am Kanal.
Ursula Angelika Küffner 6 Bunte Häuser am Kanal.
Alessandro Biagini verkauft Balsamico in seinem zauberhaften kleinen Geschäft.
Ursula Angelika Küffner 6 Alessandro Biagini verkauft Balsamico in seinem zauberhaften kleinen Geschäft.
Hier lasst es sich aushalten - Stuhle und Tisch vor einem Restaurant.
Ursula Angelika Küffner 6 Hier lasst es sich aushalten - Stuhle und Tisch vor einem Restaurant.
Klein und fein: Ein Hauseingang in Burano.
Ursula Angelika Küffner 6 Klein und fein: Ein Hauseingang in Burano.
In den Gassen von Burano.
Ursula Angelika Küffner 6 In den Gassen von Burano.

Knallbunte Häuser in leuchtenden Farben, feine Spitze, einen schiefen Kirchturm, gutes Essen und exzellenten Balsamico – das alles findet man auf Burano, der kleinen Insel in der nördlichen Lagune von Venedig. Nach einer Legende malten die Fischer von Burano ihre Häuser bunt an, um bei Nebel nach Hause zu finden. Das muss gut geklappt haben, denn schon von weitem stechen die fröhlich bunten Gebäude den ankommenden Besuchern ins Auge. Und ganz früh am Morgen, bevor die Tagesgäste auf der Insel ankommen, verströmt das Eiland auch heute noch den Charme eines Fischerdorfes. 

Bunte Häuser am Kanal.
Bunte Häuser am Kanal. © Ursula Angelika Küffner

Burano-Spitze: Exklusives Luxusgut

Lange lebten die Menschen auf Burano vom Fischfang, die Frauen verdienten mit der berühmten Buraner Spitzenstickerei dazu. Dazu stellt die Scuola di Merletti im Museo del Merletto echte Burano-Spitzen aus, die als exklusives Luxusgut gehandelt werden. Die wertvolle Handarbeit wird auch in einigen Läden auf der Insel verkauft und manchmal kann man dort auch den einheimischen Stickerinnen über die Schulter schauen.

Ein echter Hingucker und Wegweiser ist auf der Insel der schiefe Campanile der Kirche San Martino an der Piazza Galuppi, der schon von weitem zu sehen ist. Auch die dazu gehörende Kirche, die Chiesa San Martino, ist durchaus einen Besuch wert. Bei einem Rundgang über die Insel kommt man automatisch an ihr vorbei. 

Eigentlich besteht Burano aus vier Einzelinseln, die durch Kanäle voneinander getrennt und mit Brücken verbunden sind. So kann man die Insel bequem zu Fuß erkunden. Und wer nach einem Spaziergang eine Pause braucht, der hat die Wahl zwischen vielen hübschen Restaurants, die direkt an den Kanälen ihre Tische aufgebaut haben und zum Verweilen einladen. Erfrischt geht es dann weiter und beim Bummeln durch die engen Gassen, entlang an den schmalen, mit Brücken überspannten Kanälen und an pittoresken kleinen Plätzen entdeckt man immer wieder zauberhafte kleine Geschäfte, wie das von Alessandro Biagini, der hier seinen Balsamico verkauft.

Alessandro Biagini verkauft Balsamico in seinem zauberhaften kleinen Geschäft.
Alessandro Biagini verkauft Balsamico in seinem zauberhaften kleinen Geschäft. © Ursula Angelika Küffner

Balsamico: Bis zu 25 Jahre reift er in Fässern aus Holz

Biagini, der aus einer Hoteliersfamilie aus Rimini stammt und in Deutschland Medizin studiert hat, hat mit der Herstellung von Balsamico endlich seinen Traumberuf gefunden. In Modena produziert er seinen exklusiven Essig, der mit deutschem Essig wenig gemeinsam hat. Balsamico hat eine dickflüssige, braune, samtige Konsistenz und schmeckt unvergleichlich aromatisch würzig. Er wird aus Traubenmost hergestellt. Bis zu 25 Jahre reift Alessandro Biaginis exklusiver Balsamico in Fässern aus Holz. In Biaginis Familienbetrieb sind auch seine erwachsenen Kinder mit eingebunden. Verkauft wird der Balsamico dann in Modena und auf Burano, denn seine Liebe zu der Lagune von Venedig hat Alessandro hierher verschlagen. In seinem Laden in einer idyllischen, kleinen Gasse kann man Biagini jederzeit antreffen und zuschauen, wie er liebevoll die Balsamico-Flaschen mit Häusermotiven der Insel selbst bemalt und sich dabei angeregt mit seinen Kunden unterhält.

Wer es etwas ruhiger mag, der macht sich auf nach Mazzorbo. Die Nachbarinsel von Burano ist bequem über eine Brücke zu erreichen. Die beiden Inseln sind etwa gleich groß, doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während sich Burano zu einem echten Besuchermagneten entwickelt hat, geht es auf Mazzorbo noch viel ruhiger zu. Im Gegensatz zu Burano, das mit etwa 3.000 Einwohnern aufwarten kann, leben auf Mazzorbo nur etwa 300 Menschen. Das lässt viel Platz für andere Dinge: Mazzorbo ist eine grüne Insel. Hier gibt es noch einige Landwirte, die Gemüse anbauen. Auch ein Weingut findet man auf der Insel, das einen außergewöhnlichen Wein produziert. 

Und wer nach so viel Ruhe Lust auf Kultur und Shopping hat, der macht sich auf nach Venedig, denn La Serenissima ist mit dem Vaporetto nur etwa 40 Minuten entfernt.

Allgemeine Informationen über Burano:

Lage: An der Adriaküste in der nördlichen Lagune von Venedig.

Anreise nach Burano: Fahrt nach Punta Sabbioni und dann mit dem Vaporetto nach Burano z. B. über Nürnberg, München, Salzburg, Villach, Udine, Bibione, Jesolo, Punta Sabbioni. Je nach Strecke: z. B. von Nürnberg aus ca. 740 km, Fahrzeit etwa 8 Stunden. Von Punta Sabbioni mit dem Vaporetto nach Burano: Fahrzeit etwa 30 Minuten.

Mautgebühren: Vignette Österreich für 10 Tage 9,50 Euro; Tauerntunnel Durchfahrt Hin- und Rückfahrt: 25,00 Euro, Maut in Italien bis Punta Sabbioni etwa einfach 15,00 Euro, Gesamtmaut für Hin- und Rückfahrt etwa: 64,50 Euro

Reisezeit: ganzjährig

Einwohnerzahl: Venedig: etwa 60.000 Einwohner; Burano: etwa 3.000 Einwohner

Hauptstadt der Region: Venedig

Ausflüge nach Venedig: Entfernung von Burano nach Venedig: ca. 40 Minuten mit dem Vaporetto

Venedig: Einwohner (insgesamt): 268.000; Einwohner der Ortsteile auf dem Festland (Mestre und Marghera): 180.000; 

Einwohner der Hauptinsel mit dem Altstadtzentrum Venedig: 58.000; Einwohner der anderen Laguneninseln: Lido, Pellestrina, Murano, Burano und Torcello: 30.000

Souvenirs: Murano-Glas, Balsamico, Wein, Olivenöl, Nudeln, Salami, Schinken, Kleidung, Keramik, Taschen, Schuhe – hier gibt es einfach alles!

Balsamico: Alessandro Biagini: AB Fine Foods by B&A, Via San Martino Sinistro 278-280, 30142 Burano - Venezia – Italy, 
Telephone +39 335 6115338 | +39 380 3570202, Email info@abfinefoods.com

Unterkunft am Strand, z. B. in Bibione: Eco Village Resort**** Lino delle Fate, Via Lattea 1, I - 30028 Bibione (Venetien), ein Bungalowdorf in Bibione Spiaggia mit eigenem Strand und Sonnenliegen mit Schirmen. Näher an Punta Sabbioni (Fähre nach Burano) wäre eine Unterkunft in Cavallino oder oder direkt in Punta Sabbioni.

Strand: feiner Sandstrand. Der Strand von Bibione ist mit seiner Länge von gut 8 km und einer Weite von bis zu 400 Metern einer der größten Strände Italiens.

Parken in italienischen Städten: In den Innenstädten der größeren Orte gibt es eine ZTL (Zona Traffico Limitato), in die man auf keinen Fall hineinfahren sollte. Sie ist videoüberwacht und der sündhaft teure Strafzettel wird praktischerweise auch nach Hause geschickt. Besser ist es, gleich außerhalb einen Parkplatz anzufahren und mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in die Innenstadt zu fahren oder zu laufen.


Italien-Reisen in Coronazeiten: Hier kann man sich über die aktuellen Einreisebestimmungen und Verhaltensregeln informieren: www.auswaertiges-amt.de; www.adac.de

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