Werner Kieser verstorben: Das steckt hinter seinem Fitness-Imperium

Kieser-Training ist anders als herkömmlicher Kraftsport. Die Fitnessstudios des verstorbenen Werner Kieser sehen anders aus und haben andere Geräte als McFit und Co. Doch was steckt dahinter?
| (dr/spot)
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Werner Kieser starb im Alter von 80 Jahren an Herzversagen.
Werner Kieser starb im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. © IMAGO / teutopress

Nahezu jeder, der in seinem Leben schon einmal mit hartnäckigen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, stolperte zwangsläufig über die Methode des Kieser-Trainings. In den nach Werner Kieser benannten Fitnessstudios soll gezielt Muskulatur aufgebaut werden, um die quälenden Schmerzen auf Dauer in den Griff zu bekommen. Jetzt ist der Pionier Werner Kieser im Alter von 80 Jahren an Herzversagen verstorben. Doch was genau steckt hinter der Philosophie des Schweizer Unternehmers?

Anzeige für den Anbieter Glomex über den Consent-Anbieter verweigert

Der im Jahr 1940 als Sohn eines Schreiners geborene Werner Kieser zog sich im Alter von 18 Jahren beim Boxen eine Rippenfell-Quetschung zu. In der Reha-Phase kam es zu seiner ersten Begegnung mit dem klassischen Kraftsport. Inspiriert durch erste Fitnessstudios in Deutschland gründete er im Jahr 1966 dann sein erstes eigenes Studio in Zürich, ab 1990 expandierte er auch nach Deutschland und baute so ein Imperium auf. Derzeit gibt es insgesamt weltweit rund 150 seiner modifizierten Mucki-Buden, die allerdings einen anderen Fokus bemühen als McFit und Co.

So funktioniert das Kieser-Training

Kieser verfolgt ein anderes Konzept als die Konkurrenz: Beim Kieser-Training steht mehr die Gesundheit im Vordergrund, weniger Muskelberge und ästhetische Körperoptimierung. Auch die Atmosphäre unterscheidet sich massiv von herkömmlichen Studios: keine Musik, keine Sauna, keine Bar. Stilistisch sind die Räumlichkeiten in schlichter Bauhaus-Konzeption gehalten.

Trainiert wird ausschließlich an eigens entwickelten Sportgeräten nach der High Intensity Methode. Cardiogeräte, um an seiner Ausdauer zu feilen, oder Gruppentrainings sucht man vergeblich. Die Idee hinter diesem Konzept: Der einzelne Muskel wird in kurzen Sätzen von 90 bis 120 Sekunden maximal belastet und lokal erschöpft. Danach folgt eine Regenerationsphase von mindestens 48 Stunden. So reichen im Prinzip zweimal 30 Minuten Training pro Woche aus, um Muskeln und Kraft ausreichend aufzubauen.

Kunden monieren Eintönigkeit

Begleitet wird das Training von medizinisch geschultem Fachpersonal, das die Trainingssteuerung übernimmt und regelmäßige Erfolgskontrollen durchführt. Flankiert wird das Prozedere von Kraftmessungen und auch Rückenanalysen mit computergestützten Trainingsgeräten, um ideale Effekte des Trainings herbeizuführen. Negativ wird oft von Kundenseite in Testberichten moniert, dass das Training auf Dauer zu eintönig und langweilig werden könne. Es würde demnach Abwechslung fehlen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren