Neurodermitis: Eine gesunde Darmflora hilft dem Hautbild

Es spannt, nässt und juckt: Neurodermitis-Patienten kennen das Problem. Um die Symptome zu lindern, darf die Darmflora nicht außer Acht gelassen werden.
| (cos/spot)
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Neurodermitis-Patienten leiden meist unter trockener Haut und quälendem Juckreiz. "Bei Neurodermitis findet man regelmäßig eine Veränderung der Darmflora und eine Störung der Hautflora", erklärt Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news. Vor allem der Störung der Hautflora würde aktuell eine wichtige Bedeutung zukommen, sagt die Autorin von "Gesund mit Darm".

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"Bei mehr als 80 Prozent der Betroffenen lässt sich eine Überwucherung der Haut mit dem Keim 'Staphylococcus aureus' nachweisen. Und es gibt eine Korrelation zwischen der Menge dieser Bakterien und dem Hautzustand: Je mehr Keime nachgewiesen werden, desto stärker nässt die Haut und desto schlimmer sind Juckreiz und Entzündungen."

Bäder lindern den Juckreiz

Wie sich der Juckreiz schonend, aber akut lindern lässt? Eine Forschergruppe der Hochschule Coburg hat das überprüft und Erstaunliches herausgefunden. "Wir konnten dieses krankmachende Bakterium auf natürliche Weise durch Bäder mit ausgewählten lebenden probiotischen Bakterien (Bakterienkomplex Baplexin 621) verdrängen und die Haut dadurch deutlich bessern", erklärt der Mikrobiologe Prof. Dr. Matthias Noll. "Auch das Hautmikrobiom erholte sich messbar."

Bei den meisten der Patienten habe der Juckreiz bereits nach zwei bis drei Anwendungen nachgelassen. Nach 14 Tagen konnten die Coburger Forscher eine Reduktion der schädlichen Hautbakterien um mehr als 80 Prozent feststellen.

Die Darmflora nicht außer Acht lassen

Sinnvoll für Neurodermitis-Patienten ist es laut Aussage von Dr. Axt-Gadermann, sowohl die Haut- als auch die Darmflora in den Heilungsprozess miteinzubeziehen. "Denn auch die Darmflora weist bei Neurodermitis sowie bei anderen Hauterkrankungen typische Veränderungen auf. Meist ist die bakterielle Vielfalt verloren gegangen", erklärt die Dermatologin. Typisch für Neurodermitis sei etwa ein Mangel an schützenden Bakterien wie Milchsäurebakterien, Bifidobakterien oder Akkermansia.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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