Haltung von Meerschweinchen: So geht's richtig

Am Wochenende treffen sich Münchens Meerschweinchen-Fans zum 13. Mal zur großen Schweinderl-Schau in Vaterstetten. Die AZ gibt Tipps zur richtigen Haltung der Nager.
| Natalie Kettinger
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Edel: Bei der „Großen Bayerischen Meerschweinchen-Schau“ werden mehr als 400 Schweinderl gezeigt, darunter Rasse- und Verkaufstiere.
dpa Edel: Bei der „Großen Bayerischen Meerschweinchen-Schau“ werden mehr als 400 Schweinderl gezeigt, darunter Rasse- und Verkaufstiere.

Für Münchens Meerschweinchen-Freunde nähert sich das Jahr dem Höhepunkt: Am Wochenende findet in Vaterstetten zum 13. Mal die „Große Bayerische Meerschweinchen-Schau“ statt. Einige Besucher werden dort nach einem neuen Mitbewohner Ausschau halten. Doch dabei gibt es viel zu beachten:

  • Meerschweinchen werden fünf bis acht Jahre alt. Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Begeisterung von Kindern für ihr neues Haustier häufig schnell erlischt – und die Verantwortung für das Wohlergehen des Vierbeiners dann bei ihnen liegt. Außerdem sollte im Vorfeld geklärt werden, wer sich um das Tier kümmert, wenn die Besitzer im Urlaub sind.
  • Leidet ein Familienmitglied an Heuschnupfen, ist die Anschaffung von Meerschweinchen leider keine gute Idee. Heu ist das Hauptnahrungsmittel der Tiere und extrem wichtig für ihre Zahnpflege. Denn Nagerzähne wachsen ständig nach und müssen durch Knabbern und Nagen fortwährend „abgeschmirgelt“ werden.
  • Die kleinen Nager sind Rudeltiere und sollten deshalb niemals allein leben müssen. Ein Kaninchen ist dabei kein Ersatz für einen Artgenossen. Kommunikation und Verhalten der beiden Arten unterscheiden sich stark. Besser hält man einen kastrierten Meerschweinchen-Bock mit zwei oder drei Weibchen.
  • Der Käfig der Tiere sollte mindestens 120 x 60 Zentimeter groß sein. Zur Grundausstattung gehören: ein Futternapf, der nicht umkippen kann; eine Trinkflasche; ein Unterstand; Weidenbrücken und Korkrind; Einstreu; täglich frisches Heu.
  • In Schlaf- und Kinderzimmern sollte das Meerschweinchen-Heim besser nicht aufgestellt werden. Die Tiere wuseln auch bei Dunkelheit herum und stören so eventuell die Nachtruhe „ihrer Menschen“.
  • Meerschweinchen haben gerne Kontakt zu ihren Besitzern und bringen sich in Unterhaltungen durch Pfeiftöne ein. Haben sie einmal Vertrauen gefasst, lieben sie es zudem, aus der Hand gefüttert zu werden. Und schon nach kurzer Zeit erkennen sie ihren Halter am Gang, an der Stimme und daran, wie er mit der Futtertüte raschelt.
  • Meerschweinchen sind Dauerfresser und haben – wie Kaninchen – einen Stopfmagen. Das bedeutet: Die Verdauung funktioniert nur, wenn von oben ständig Nachschub kommt. Außer Heu mögen Kaninchen auch gerne frische Zweige, Kräuter, Salat und Obst. Aber Achtung: Rohe Kartoffeln, Rhabarber, Sauerklee, Auberginen, Avocados, Bohnen, angeschimmeltes oder ranziges Futter sind extrem schädlich für die Tiere.
  • Neben Langeweile und Einsamkeit können die Tiere folgendes überhaupt nicht leiden: Lärm, Grobheit, Hitze, mangelnde Bewegung, Baden, einen schmutzigen Stall, beim Fressen gestört zu werden.
  • Beim Kauf eines Meerschweinchens sollte man darauf achten, dass das Fell des Tieres dicht und glänzend ist. Gesunde Schweinderl haben zudem blanke, leicht hervorstehende Augen

Die Meerschweinchen-Schau findet am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr im Reitsberger Hof, Baldhamer Str. 99, statt. Infos zur Veranstaltung und zu Meerschweinchen generell finden Sie im Internet beim Landesverband der Meerschweinchenfreunde unter www.mfd-bayern.de

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