Foodwatch: Wie gesund ist Capri-Sonne?

Foodwatch kritisiert die Werbung für Monsterbacke-Knister, Kosmostars, Pom-Bär Capri-Sonne und Paula. Die Produkte sind für einen Negativ-Preis nominiert.
| Georg Thanscheidt
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Foodwatch kritisiert die Werbung für Monsterbacke-Knister, Kosmostars, Pom-Bär, Capri-Sonne und Paula. Die Produkte sind für einen Negativ-Preis nominiert.

BERLIN Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel hinter dem Rücken der Eltern kritisiert. So sollten Kinder für Produkte mit den höchsten Gewinnmargen angelockt werden, sagte Oliver Huizinga von Foodwatch. „Und das sind nun einmal Süßigkeiten und Snacks.“ Zwar werde Fehlernährung wie Übergewicht beklagt, Hersteller würden aber nicht zur Verantwortung gezogen.

Foodwatch rügt etwa, dass Kinder direkt über Sportvereine, Schulen oder Handys angesprochen werden. Hohe Zucker-Anteile würden auf Packungen verschleiert. Foodwatch hat fünf Produkte für den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ nominiert. Die Organisation erhebt zum Beispiel gegen Dr. Oetker, die den Kuh-Pudding Paula vertreiben, den Vorwurf, das Unternehmen betreibe "digitalen Kinderfang". Es biete Klingeltöne, Internet-Spiele und andere kinderaffine Aktivitäten im Netz an. Dabei enthalte Paula drei Prozent Zucker - mehr als der Schokopudding aus den Hause Oetker.

Auch Ehrmann überzuckere senen "Fun- und Action Joghurt" Monsterbacke Knister  und mache dafür mit "Zunge-Färb-Applikationen" Werbung. Ein weiterer Vorwurf - diesmal gegen Nestlé: Die Firma rechne den Zuckergehalt der Marke "Kosmosstars" herunter. Die Frühstücksflocken seien kein "vollwertiger Start", sondern enthielten 25 Prozent Zucker - mehr als in Butterkeksen enthalten ist.

Der Snack "PomBär" von Funnyfrisch ist laut Foodwatch das "Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen". Der Hersteller hat sich dazu entschlossen, bei Kindern unter zwölf Jahren keine Werbung zu machen. Außer, wenn die Produkte besondere Nährwerteigenschaften haben. Die haben diese Chips angeblich - obwohl  sie fünf Mal so salzig und doppelt so fettig wie Pommes bei McDonald's sind.

Capri-Sonne ist wegen seines "Schul-Marketing" und "Sport-Schwindels" nominiert. Der Hersteller Wild spreche Kinder bei geponserten Sport-Events an, dabei sei die "Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur" so zuckrig wie Cola. Der Hersteller wehrt sich: Der Zuckergehalt entspreche genau dem für Fruchsaftgetränken übichen Wert von zehn Prozent. Außerdem würde Capri.-Sonne zu 90 bis 95 Prozent nicht von Kindern, sondern von Müttern gekauft.

Hier geht's zur Abstimmung über den Goldenen Windbeutel.

 

 

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