Probiotika: Die Lösung für trockene Haut?

Probiotika wirken nicht nur gesundheitsfördernd, auch auf das Hautbild können sie Einfluss nehmen. Ärztin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann erklärt den Zusammenhang.
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Probiotika können einen positiven Einfluss auf das Hautbild haben.
Probiotika können einen positiven Einfluss auf das Hautbild haben. © [M] Dean Drobot/Shutterstock.com/Südwest Verlag

Ihre Namen: "Lactobazillus plantarum" oder "Lactobazillus paracasei". Ihre Aufgaben: die Darmflora unterstützen, das Immunsystem stärken und nebenbei auch noch für strahlende Haut sorgen. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in der richtigen Dosierung einen gesundheitsfördernden Effekt haben, erklärt Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann (53), Autorin des Buches "Gesund mit Darm" der Nachrichtenagentur spot on news. Rund 70 bis 80 Prozent aller Immunzellen, die Abwehrstoffe produzieren und im Körper Infekte bekämpfen, befinden sich ihren Angaben zufolge in der Darmschleimhaut.

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Was die Darmflora mit dem Erscheinungsbild der Haut zu tun hat? "Studien haben gezeigt, dass die Aufnahme bestimmter probiotischer Bakterien bei trockener Haut helfen könne", sagt die Ärztin. Unter anderem habe sich durch die Einnahme des Milchsäurebakteriums "Lactobazillus plantarum" die Feuchtigkeitsversorgung der Haut messbar verbessert und die Faltentiefe reduziert. Einen positiven Effekt auf die Sensibilität und Reizbarkeit der Haut habe unterdessen das Bakterium "Lactobazillus paracasei" gehabt.

Auf die Dosierung kommt es an

Probiotische Bakterien gibt es mittlerweile sowohl in der Apotheke als auch in der Drogerie zu kaufen. Hier ist jedoch nicht jedes Produkt auch für jedermann geeignet, klärt die Expertin auf. Damit die gewünschten Effekte wirklich erzielt werden können, müssten die Milchsäurebakterien ausreichend hoch zugeführt werden. Laut Prof. Dr. Axt-Gadermann liegen wirksame Tagesdosen "meistens bei mindestens 10 bis 15 Milliarden Keimen oder auch deutlich darüber". Die Anzahl der im Produkt enthaltenen Bakterien wird mit "KbE" ("koloniebildende Einheiten") angegeben.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass das probiotische Präparat acht bis zehn oder gar mehr unterschiedliche Keimstamme enthält. Die Ärztin führt aus: "Die für uns Menschen günstigen Keime sind wie eine Familie, sie unterstützen sich, bilden ein Netzwerk und kooperieren in vielfaltiger Weise miteinander. Unter anderem bilden einige Stämme Milchsäure, die anderen Keimen das Überleben erleichtern. Ein gutes Nahrungsergänzungsmittel sollte deshalb mehrere, gut aufeinander abgestimmte Mikrobenstämme enthalten." Verschiedene Präparate miteinander zu kombinieren, sei unbedenklich.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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