Natur macht glücklich - und gesund

Laut neuester Forschungsergebnisse spielt die Nähe zur Natur im Hinblick auf Erkrankungsrisiken und Sterblichkeitsraten eine wichtige Rolle.
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Es lohnt sich, mehr an die frische Luft zu gehen!
dpa Es lohnt sich, mehr an die frische Luft zu gehen!

Ein Spaziergang durchs Grüne muntert auf und erfrischt. Doch auch die gesundheitliche Wirkung der Natur sollten Sie nicht unterschätzen. Laut neuester Forschungsergebnisse spielt die Nähe zur Natur auch im Hinblick auf Erkrankungsrisiken und Sterblichkeitsraten eine wichtige Rolle.

Wissenschaftler der Harvard University und des Brigham Women's Hospital untersuchten acht Jahre lang über 100.000 Frauen auf den Zusammenhang zwischen Naturverbundenheit und Sterblichkeitsraten. Dabei hielten die Forscher durch Satellitenaufnahmen fest, welche saisonale Vegetation im näheren Umfeld der Studienteilnehmer wuchs. Außerdem wurden die Testpersonen auf verschiedene gesundheitliche und verhaltensbedingte Faktoren untersucht.

Im Laufe der Studie starben 8.604 der Teilnehmerinnen. In Gegenden mit vielen Grünflächen sank das Risiko, an einer Erkrankung der Atemwege zu sterben, um 34 Prozent, während das Krebsrisiko um bis zu 13 Prozent abnahm. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate verringerte sich um ganze 12 Prozent.

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Das Risiko, an Herzerkrankungen, Diabetes oder Infektionskrankheiten zu sterben, wurde durch die Nähe zur Natur jedoch nicht beeinflusst. Stattdessen erklärte der führende Autor der Studie, Peter James, dass sich Naturverbundenheit besonders auf die geistige Gesundheit vieler Menschen auswirkt und sogar Depression vorbeugen könnte.

"Wir waren erstaunt, dass die Nähe zur Natur sich so stark auf die durchschnittliche Sterblichkeitsrate auswirkte. Viel verwunderlicher ist jedoch, dass auch der Einfluss auf die geistige Gesundheit vieler Teilnehmer so deutlich zu erkennen war", erklärte er. Daher rieten die Forscher dazu, den gesundheitlichen Einfluss von Grünflächen bei zukünftiger Städteplanung unbedingt zu berücksichtigen.

Die Studie wurde zuerst im 'Environmental Health Perspectives Journal' veröffentlicht.

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