Das iPhone: Die Hosentaschen-Revolution wird zehn Jahre alt

Kein technisches Gerät hat in den vergangenen Jahren das Leben der Menschen dermaßen verändert wie das iPhone. Heute wird das Smartphone von Apple zehn Jahre alt.
| (wue/spot)
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Kein technisches Gerät hat in den vergangenen Jahren das Leben der Menschen dermaßen verändert wie das iPhone. Heute wird das Smartphone von Apple zehn Jahre alt.

Kaum zu glauben, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass nicht an jeder Straßenecke Menschen mit einem Smartphone in der Hand standen. Gut drei Viertel der Deutschen ab 14 Jahren, nämlich 74 Prozent, nutzen heute laut einer Befragung des Branchenverbandes Bitkom ein Smartphone. Was mittlerweile also ein herkömmliches Bild ist, das begann erst vor zehn Jahren. Am 9. Januar 2007 stellte Apple auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco das erste iPhone vor.

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Obwohl es Smartphones bereits seit den 1990er Jahren gab, war es Apples Vision, die dazu führte, dass heute über 51 Millionen Menschen alleine in Deutschland ein Smartphone besitzen. Kein Geringerer als der 2011 verstorbene Apple-Chef Steve Jobs war es, der bei der Vorstellung die Benutzerfreundlichkeit des iPhone anpries. Genau diese Einfachheit im Umgang mit der Technik sollte auch jener entscheidende Faktor sein, der als maßgeblich für den Erfolg des iPhones gilt.

Aus drei mach eins

"Nur hin und wieder gibt es ein revolutionäres Produkt, das einfach alles verändert", eröffnete Jobs 2007 seine iPhone-Präsentation. "Heute präsentieren wir Ihnen drei revolutionäre Geräte: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touch-Steuerung. Das zweite ist ein revolutionäres Handy. Und das dritte ist ein Internet-Kommunikationsgerät, das ein wahrer Durchbruch ist." Mehrfach wiederholte er sich, bis wirklich jedem klar war, dass Jobs nicht von drei Geräten sprach, sondern von nur einem. Und so inflationär der Apple-Guru auch das Wörtchen "revolutionär" gebrauchte, so Recht sollte er damit behalten, dass "Apple heute das Telefon neu erfindet". Unter tosendem Beifall der anwesenden Fans und Journalisten enthüllte er das iPhone.

Das "Time"-Magazin kürte das iPhone zur Erfindung des Jahres und über die Jahre hinweg sollten mit den weiteren Modellen unzählige andere Auszeichnungen folgen. Musik, Videos, Spiele, Fotos, das ganze Leben tragen Menschen heute in ihrer Hosentasche mit sich herum. Denn das iPhone veränderte nicht nur das Telefon an sich, sondern machte auch gleich noch kleine Hochleistungscomputer immer und überall zugänglich. Wie wird das Wetter morgen? Welcher Schauspieler war das nochmal? Wie ist der aktuelle Stand meines Girokontos? Alles Fragen, die sich heute innerhalb von Sekunden beantworten lassen, egal ob man gerade in der S-Bahn sitzt - oder auf der Toilette.

Wo bleibt die Innovation?

Mittlerweile wird Apple an allen Ecken und Enden eine fehlende Innovation vorgeworfen, wie Jobs sie noch präsentiert hatte - egal ob nun mit dem iPhone, dem ersten iPad im Jahr 2010 oder auch dem 2001 vorgestellten iPod. Doch braucht es diese stetige Neuerfindung überhaupt? Das Interesse für Apples Geräte ist weiterhin geradezu erdrückend, auch wenn in den vergangenen Jahren keine weltverändernden Neuerungen gezeigt wurden. Das aktuelle iPhone 7 war 2016 in Deutschland die dritthäufigste Suchanfrage bei Google - nur geschlagen von "EM 2016" und "Pokémon Go". 2015 landete das iPhone 6s auf Platz sechs, das iPhone 6 kam 2014 auf Platz drei und das iPhone 5s schaffte es 2013 auf die Vier. Zum Vergleich: Bis auf das Samsung Galaxy S4 im Jahr 2013 sind keine Smartphones anderer Hersteller als Apple in den Jahres-Top-10 vertreten.

Beliebte Sammlerobjekte

Während viele Smartphones und Handys oft innerhalb weniger Monate drastisch an Wert verlieren, halten die Modelle von Apple über lange Zeiträume konstant hohe Preise. Sammlerstücke wie Geräte der ersten iPhone-Generation kosten teils mehr als aktuelle Modelle. Selbst mit Gebrauchsspuren können 2007er iPhones beispielsweise bei eBay für mehrere hundert Euro unter den virtuellen Hammer kommen. Sogar Preise im vierstelligen Bereich winken für Geräte in Topzustand. Laut einer Übersicht von eBay aus dem Sommer 2016 können originalverpackte Ur-iPhones selbst die fünfstellige Marke knacken. Stellt sich nur die Frage, ob man sein Geld in ein zehn Jahre altes oder in zehn hochaktuelle Smartphones investieren will...

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