Teppichböden verlegen

... ist für Heimwerker nicht so schwer. Die meisten Fehler werden vor dem Kauf gemacht
AZ Themenredaktion / Themenredaktion |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen

MÜNCHEN Früher war ein Teppichboden eine Anschaffung für 15 Jahre und mehr. Heute dekorieren viele Menschen ihre Wohnungen in viel kürzeren Abständen um und wechseln dabei nicht nur Kissen und Vorhänge, sondern auch Möbel und Bodenbeläge aus. Einen neuen Teppichboden zum Beispiel können Heimwerker leicht selbst verlegen. „Teppichböden beeinflussen wesentlich die Atmosphäre in einem Raum“, sagt Michael Pommer, Trainer bei der Heimwerkerschule DIY-Akademie. Sie sind abhängig von der Mode und werden aktuell auch in wilden Mustern angeboten. Da sie über große Flächen verlegt werden, sollten Kunden vor dem Kauf Probestücke in ihrer Wohnung auslegen, um zu prüfen, wie der neue Belag daheim wirkt. Doch nicht nur die Optik zählt. „Bodenbeläge können heute vieles, was Käufer oft nicht ahnen“, sagt Ernst Schröder, Leiter des Deutschen Forschungsinstituts für Bodensysteme. Mit modernen Teppichen lässt sich zum Beispiel Energie sparen, die Akustik im Raum verbessern und der Trittschall dämmen. „Kunden sollten also durchaus nachfragen, was es an Neuentwicklungen auf dem Markt gibt“, sagt Schröder. Für einigermaßen versierte Heimwerker ist das Verlegen eines Teppichbodens kein Problem. „Da kann man sich durchaus herantrauen“, ermutigt Michael Pommer. Die meisten Fehler würden eher vor dem Kauf gemacht. „Nicht nur das modische Muster und die Farbe sollten ausschlaggebend sein.“ Der Teppich muss zu den Bewohnern passen. Wer Kinder oder Heimtiere hat, greift zum Beispiel besser zu einem robusteren Modell in gedeckten Farben. Vor allem Allergiker erkundigen sich beim Händler nach den Inhaltsstoffen des Bodenbelags, um Produkte mit den für sie schädlichen Stoffen auszuschließen. „Empfehlenswert sind kurzflorige Materialien, die sich gut absaugen lassen“, sagt Matthias Wolf, Geschäftsleiter des Umweltinstituts Leipzig. Die meisten textilen Bodenbeläge sind heute durchaus umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich. Aber Wolf rät: „Verbraucher sollten auf die entsprechenden Prüfsiegel und Gütezeichen achten.“ Auch die Unterseite des Teppichbodens sollte aus einem textilen Material bestehen. Das verringere das Risiko, dass chemische Stoffe ausdünsten. Sicherheitshalber sollten Heimwerker dem Teppichboden aber ein bis zwei Tage Zeit geben, um sich in der Wohnung zu akklimatisieren, bevor er verlegt wird. Vor dem Kauf muss das Zimmer genau ausgemessen werden. Alle Aussparungen für Türen und Heizungen sowie alle Nischen sind dabei zu beachten. „Es gilt die Faustregel, an jeder Seite des Teppichbodens zehn Zentimeter Verschnitt einzurechnen“, erklärt Pommer. Wer sicher ist, alles ganz exakt ausgemessen zu haben, kann sich den Teppichboden natürlich auch vom Verkäufer passgenau zuschneiden lassen.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.