Konzept für Wohngebiet

Der Ideenwettbewerb für die letzte der „Zentralen Bahnflächen"  wird jetzt vorbereitet
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Das Areal grenzt an den Nymphenburger Schlosspark und wird Platz für bis zu 2000 Wohnungen bieten.
Talk of Town Das Areal grenzt an den Nymphenburger Schlosspark und wird Platz für bis zu 2000 Wohnungen bieten.

Städte- und Landschaftsplaner bereiten jetzt den Ideenwettbewerb für die letzte der „Zentralen Bahnflächen" in München vor. Die Details wurden am Mittwoch im Bezirksausschuss vorgestellt

MÜNCHEN Die Planungen für das neue innerstädtische Wohngebiet an der Paul- Gerhardt-Allee nehmen Fahrt auf. Die aurelis als größte Eigentümerin von Grundstücksflächen auf dem Gesamtgelände bereitet derzeit gemeinsam mit den weiteren Grundstücksbesitzern und in enger Abstimmung mit den Planungsbehörden der Stadt München den Ideenwettbewerb der Städte- und Landschaftsplaner für das 34 Hektar große Gelände vor. Auf dem zentrumsnah gelegenen Areal, das an den Nymphenburger Schlosspark grenzt und derzeit noch als Gewerbegebiet genutzt wird, entstehen nach dem im Juli gefassten Eckdatenbeschluss des Stadtrats bis zu 2000 Wohnungen für ca. 4500 Anwohner. Darüber hinaus sind ein Quartierszentrum mit ca. 5000 m2 Einzelhandelsflächen für die Versorgung des Wohngebiets, eine Jugendspielfläche mit rund 6000 m2 und ein großer Park mit ausgedehnten Grünflächen vorgesehen. Außerdem soll das Wohngebiet an der Paul-Gerhardt-Allee ein zentraler Schulstandort werden: Geplant ist eine vierzügige Grundschule mit Tagesheim und Mittagsbetreuung, eine daran angrenzende Kindertageseinrichtung mit drei Krippen- und drei Kindergartengruppen sowie zwei weitere Kindertageseinrichtungen mit insgesamt zehn Krippen- und Kindergartengruppen.
Der Ideenwettbewerb soll voraussichtlich im Herbst ausgelobt werden. Das Wettbewerbsergebnis sollte damit Anfang 2012 vorliegen und wird dann auch der Öffentlichkeit präsentiert. Die aurelis geht derzeit davon aus, dass es anschließend rund zwei Jahre dauern wird, bis im Rahmen der Bauleitplanung endgültig Baurecht geschaffen ist. Die ersten Anwohner könnten voraussichtlich 2015 einziehen. Das Areal an der Paul-Gerhardt-Allee ist das letzte Teilgebiet der sogenannten „Zentralen Bahnflächen" zwischen Pasing und dem Hauptbahnhof in München. Mit Abschluss der Bebauung an der Paul- Gerhardt-Allee wäre damit eines der größten Entwicklungsprojekte in der Münchner Innenstadt vollendet.
Vergangenen Mittwoch stellten die Planungsbehörden der Stadt München die aktuellen Details des Projekts im Bezirksausschuss 21 (Pasing-Obermenzing) der Öffentlichkeit vor. Dabei ist nochmals zur Sprache gekommen, wie stark sich die Planungen im Vergleich zum Rahmenkonzept für die „Zentralen Bahnflächen" aus dem Jahr 1997 verändert haben. Während damals noch ein kombinierter Wohn- und Bürostandort diskutiert wurde, steht nun die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum im Vordergrund. „An der Paul-Gerhardt-Allee können wir attraktiven, modernen Wohnraum für Pasing schaffen", so Norbert Wögler, Leiter der Projektentwicklung der aurelis in München. „Und das auf einer Fläche in der Größenordnung der Theresienwiese."
Das veränderte Nutzungskonzept des Projekts wirkt sich auch positiv auf die Verkehrserschließung aus. Ein Verkehrsgutachten der Stadt München aus dem Jahr 2009 kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl das interne als auch das umliegende Straßennetz angesichts der aktuellen Strukturdaten leistungsfähig genug ist, um alle anfallenden Verkehre aufzunehmen. Die Errichtung eines zusätzlichen S-Bahn-Halts muss aus Sicht der Stadt ebenso wenig weiter verfolgt werden wie der ursprünglich ebenfalls diskutierte Bau eines Tunnels, der nach aktuellen Schätzungen rund 62 Mio. Euro kosten würde. Wie im Rahmen des Eckdatenbeschlusses festgelegt, soll die Busverbindung insbesondere zum S-Bahnhof Pasing ausgebaut werden. Ein Fußgänger- und Radfahrersteg über die Bahngleise zur Trambahn-Haltestelle "Am Knie" in Pasing sowie eine Anbindung des gesamten Areals an das übergeordnete Radwegenetz der Stadt München sollen zusätzlich dazu beitragen, eine schnelle und umweltfreundliche Verkehrsanbindung zu sichern.
Bereits ab Ende 2011 rechnet die aurelis ohnehin mit einer schrittweisen Verringerung des Verkehrsaufkommens. Je nach Fortgang der Planungen möchte die Grundstückseigentümerin dann die Mietverträge mit den bestehenden Gewerbemietern auslaufen lassen. Den Gewerbetreibenden wird zeitnah ein Ersatzstandort angeboten.

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