Gut bedeckt halten

Eine Dachdämmung lässt sich mit Platten oder mit 20 Zentimeter starker Mineralwolle machen
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Soll der Dachboden begehbar sein, dämmt man mit Platten.
Bausparkasse Schwäbisch Hall Soll der Dachboden begehbar sein, dämmt man mit Platten.
MÜNCHEN Über das Dach wird viel Energie verpulvert: Für fast ein Drittel der Wärmeverluste in Altbauten ist ein ungedämmtes Dach verantwortlich. Mit einer Dämmung
auf den Sparren des Dachstuhls – der effizientesten, aber auch teuersten Sanierungsmethode – lassen sich diese Verluste um 80 Prozent senken. Deutlich günstiger wird es, wenn der Dachboden gar nicht als Wohnraum genutzt wird. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall gibt auch hier Tipps, wie sich Wärmeverluste dann auch mit einfachen und preiswerten Mitteln spürbar reduzieren lassen.
Gedämmt wird dabei immer von oben, also von der kalten Dachbodenseite her - und zwar je dicker, desto besser. Beim Einkauf des Materials sollte unbedingt auf die Dämmeigenschaften, also die maßgebliche Wärmeleitgruppe (WLG) geachtet werden. Je niedriger sie ist, desto besser: WLG 035 beispielsweise dämmt effizienter als WLG 040.
Auch wenn direkt unterm Dach niemand wohnt, sollte der Dachboden zumindest teilweise begehbar sein. An den nicht begehbaren Stellen ist das Ausrollen 20 bis 30 cm dicker Matten aus nicht brennbarer Mineralwolle
die einfachste und preisgünstigste Lösung. Wünscht man sich den Dachboden ganzflächig begehbar, sind Dämmplatten aus Polystyrol, Polyurethan, Kork oder ebenfalls Mineralwolle eine geeignete Alternative.
Praktisch sind auch Verbundelemente mit bereits begehbarem Belag oder begehbare Platten. Diese in verschiedener Stärke und Qualität erhältlichen Elemente haben den Vorteil, dass über dem Dämmstoff
kein Estrich mehr aufgebracht werden muss.
Wie bei jeder Dämmung
ist es auch auf dem Dachboden wichtig, besonders in Ecken und Nischen mit äußerster Sorgfalt vorzugehen, um nicht unfreiwillig ideale Bedingungen für Schimmelbildung zu schaffen. Am leichtesten tut sich der geübte Heimwerker dabei, wenn er fertige Systemelemente mit Stufenfalzen oder Nut-Feder-Mechanismus verlegt. Eine Alternative, die den Vorteil hat, dass die Dämmschicht fugenlos bleibt, ist eine Holzkonstruktion mit Kanthölzern. Der entstehende Hohlraum kann dabei mit weniger festen Materialien zur Dämmung gefüllt werden – etwa mit Matten aus Schafwolle, Flachs oder Hanf.
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