Zur Lebensmittelverschwendung: Bevor’s gammelt

Der Vize-Chefredakteur Thomas Müller über das Wegwerfen von Lebensmitteln.
| Thomas Müller
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In den Privathaushalten landen 55 Kilo pro Kopf im Jahr in der Mülltonne. Thomas Müller über die Lebensmittelverschwendung.
Arno Burgi In den Privathaushalten landen 55 Kilo pro Kopf im Jahr in der Mülltonne. Thomas Müller über die Lebensmittelverschwendung.

So, so – 55 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr werfe ich also weg? Nein, hier irrt die amtliche Statistik, ich werfe nämlich, von Schalen, Abschnitten oder Knochen mal abgesehen, so gut wie gar nichts weg. Warum? Reine Erziehungs- und Einstellungssache. Hilfreich ist freilich auch ein pragmatischer Ansatz. Was spricht dagegen, einmal die Woche ein Restlessen zu veranstalten? Oder „kreativ“ zu kochen, bevor’s im Kühlschrank gammelt? Gröstl oder Aufläufe sind echte Resteverwerter.

Ob das angestrebte Ziel allein auf freiwilliger Basis zu weniger Essensabfällen führen wird, bleibt aber fraglich. Gerade der Handel müsste verpflichtet werden, ablaufende Lebensmittel rechtzeitig zu verschenken, anstatt sie in Tonnen zu entsorgen. Dann hätte auch das immer noch strafbewehrte „Containern“ ein Ende.

Während die einen zu viel wegwerfen, haben viele andere viel zu wenig zu beißen. Das Ganze ist – auch bei uns – eine Verteilungsfrage.

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