Zukunft von 36 Tegut-Supermärkten noch ungeklärt

Nach Edeka und Tante Enso hat auch Rewe den Zuschlag erhalten für ein Paket an Tegut-Filialen. Für zahlreiche Supermärkte fand sich bislang jedoch kein Käufer.
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Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet.
Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet. © Andreas Arnold/dpa
Zürich

Die Handelsketten Rewe, Edeka und Tante Enso übernehmen 252 Tegut-Supermärkte. Die Zukunft der übrigen Standorte ist allerdings noch offen. 36 Tegut-Filialen sind bislang nicht verkauft worden. Das teilte der bisherige Eigentümer, die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich, auf Anfrage mit. 

"Standorte, für die bisher noch kein Erwerber gefunden wurde, werden in einem weiteren und aktuell laufenden Bieterverfahren vergeben", sagte eine Unternehmenssprecherin. Bis zur Übernahme würden die Läden unverändert geöffnet bleiben. Namen von Interessenten nannte Migros nicht. Die Fragen, wann das Verfahren abgeschlossen sein soll und wann Filialen möglicherweise geschlossen werden müssen, blieben zunächst unbeantwortet. 

Kritik an hoher Marktkonzentration

Das Bundeskartellamt hat in dieser Woche den Erwerb von 38 Tegut-Filialen durch Rewe genehmigt. Wie zuvor beim Edeka-Verbund, der 178 Filialen übernimmt, gilt die Freigabe nur unter Auflagen. Wegen wettbewerblicher Bedenken dürfen beide Lebensmittelhändler nicht so viele Supermärkte kaufen wie geplant. Ein drittes Paket mit 36 Standorten geht an die Smart-Store-Kette Tante Enso.

Die Übernahmen sind bei Experten teilweise umstritten. Die Monopolkommission kritisiert die hohe Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel und fürchtet Nachteile für Verbraucherinnen und Verbraucher. Die vier großen Handelsketten in Deutschland vereinten schon heute mehr als 90 Prozent der Umsätze des hiesigen Lebensmitteleinzelhandels auf sich, so das unabhängige Beratungsgremium.

Edeka verkauft 35 "Teo"-Märkte weiter

Zum Edeka-Übernahmepaket gehören auch das Tegut-Logistikzentrum in Hünfeld-Michelsrombach, die Bäckerei Herzberger sowie die 41 personallosen "Teo"-Minimärkte. Allerdings wird Edeka nicht alle davon selbst weiterbetreiben. 35 der "Teo"-Märkte übernimmt die Yobsti Nahversorgung GmbH, ein Smartstore-Betreiber aus Mannheim. Edeka soll die Standorte künftig beliefern.

Migros Zürich hatte im März angekündigt, Tegut verkaufen zu wollen. Die Marke soll aufgegeben werden. Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und gehört seit 2013 zur Migros-Gruppe. Die Kette ist in sechs Bundesländern vertreten, die meisten Märkte befinden sich in Hessen. Laut Migros beschäftigt Tegut knapp 7.500 Menschen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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