Zu Midterms: Ölpreise steigen nach US-Angriffen im Iran

An den Weltmärkten verteuert sich Öl wieder, Grund sind Attacken des US-Militärs im Iran. Für Autofahrer sind das schlechte Nachrichten - die auch Einfluss auf die Zwischenwahlen in Amerika haben.
dpa |
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Ölförderung in den USA: Mit dem Iran-Krieg sind die Preise für Benzin gestiegen, was viele Amerikaner trifft
Ölförderung in den USA: Mit dem Iran-Krieg sind die Preise für Benzin gestiegen, was viele Amerikaner trifft © Eli Hartman/AP/dpa
New York/London

Die Ölpreise sind nach Meldungen über erneute Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran gestiegen. Am Dienstag wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee mit Lieferung im Januar bei rund 106 US-Dollar gehandelt und damit etwa 1,5 Prozent höher als am Montag.

Nach übereinstimmenden Medienberichten haben die USA Ziele auf der iranischen Insel Gheschm in der Straße von Hormus angegriffen. Demnach wurde eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei.

Nur Stunden zuvor hatte Präsident Donald Trump gesagt, dass viele davon ausgehen, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der unbeliebte Konflikt verteuert die Lebenshaltungskosten in den USA und wird für Trump zur Gefahr bei den Zwischenwahlen an diesem Dienstag. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Allerdings hatten Medien jüngst über Pläne der US-Regierung berichtet, nach den Midterms gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.

Mit dem Anstieg haben die Ölpreise den deutlichen Rückgang vom Wochenauftakt vorerst gestoppt. Am Montag war der Preis für Brent-Öl wegen positiver Signale aus dem Iran zeitweise bis auf 103,28 Dollar gefallen, nachdem die Notierung vergangene Woche noch bei fast 117 Dollar gestanden hatte. Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hatte grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den Krieg mit den USA beenden könnten, wie aus einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA hervorgeht.

Teurer Sprit trifft US-Verbraucher: Trump zu Midterms unter Druck

Mit dem Iran-Krieg hat die Inflation sowohl in Europa, als auch in den USA deutlich angezogen, vor allem wegen deutlich gestiegener Spritpreise. In Deutschland hatte es im September laut ADAC Rekordpreise fürs Tanken gegeben, die Bundesregierung reagierte mit einem neuen Tankrabatt.

Auch in den USA belasten die hohen Spritpreise viele Verbraucher, was Trumps Republikaner bei den Midterms unter Druck setzt. Denn Trump hatte versprochen, die Inflation einzudämmen. 

Bei den Kongresswahlen heute werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern. Umfragen zufolge könnten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern, während sich im Senat kein klares Bild abzeichnet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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