Wulffs Ex-Sprecher jetzt bei New Yorker

Lange war es ruhig um den einst so emsigen "Präsidentenflüsterer" Olaf Glaeseker. Zehn Monate nach dem Ende seines Korruptionsprozesses hat der einstige Intimus von Ex-Bundespräsident Wulff jetzt eine neue Beschäftigung.
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Olaf Glaeseker übernimmt die Leitung der Konzernkommunikation bei der in Braunschweig ansässigen Bekleidungskette New Yorker.
dpa Olaf Glaeseker übernimmt die Leitung der Konzernkommunikation bei der in Braunschweig ansässigen Bekleidungskette New Yorker.

Lange war es ruhig um den einst so emsigen "Präsidentenflüsterer" Olaf Glaeseker. Zehn Monate nach dem Ende seines Korruptionsprozesses hat der einstige Intimus von Ex-Bundespräsident Wulff jetzt eine neue Beschäftigung: Pressearbeit für die Bekleidungskette New Yorker.

Braunschweig/Hannover - Der frühere Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat einen neuen Job: Der 53-Jährige übernimmt die Leitung der Konzernkommunikation bei der in Braunschweig ansässigen Bekleidungskette New Yorker. Dort wird er sich ab Donnerstag als Bevollmächtigter für Regierungsbeziehungen auch um gute Drähte zur Politik kümmern.

"Ich freue mich, mit Olaf Glaeseker einen ebenso versierten wie erfahrenen Kommunikator für New Yorker zu gewinnen, der seine Professionalität als Journalist und Netzwerker in seinem beruflichen Leben immer wieder erfolgreich unter Beweis gestellt hat", sagte New-Yorker-Inhaber Friedrich Knapp am Mittwoch.

Glaeseker hatte sich bis März 2014 in Hannover wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit vor Gericht verantworten müssen. Der Prozess war nach 17 Verhandlungstagen ohne Verurteilung, aber mit der Auflage einer Zahlung von 25 000 Euro an die Landeskasse Niedersachsen beendet worden. Glaeseker gilt damit nicht als vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Glaeseker vorgeworfen, sich in seiner Zeit als niedersächsischer Regierungssprecher von dem Veranstaltungsmanager Manfred Schmidt zu Urlaubsreisen eingeladen haben zu lassen. Glaeseker hatte dies immer bestritten und die Urlaube mit seiner privaten Freundschaft zu Schmidt erklärt.

Die Bekleidungskette New Yorker betreibt nach eigenen Angaben mehr als 1000 Filialen in 39 Ländern in Europa, Asien und auf der arabischen Halbinsel. Über 16 000 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig, das 2012 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von etwa 290 Millionen Euro erzielt hatte.

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