Weniger Krisen-Kosten: Gewinn von Porsche stabilisiert sich

Nach dem Krisenjahr 2025 will Porsche wieder auf Kurs kommen. Doch Probleme hat die Sportwagenschmiede weiterhin zuhauf. Nun melden die Schwaben einen höheren Gewinn. Was dahintersteckt.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Porsche hat einen etwas höheren Gewinn gemeldet. (Archivbild)
Porsche hat einen etwas höheren Gewinn gemeldet. (Archivbild) © Christoph Schmidt/dpa
Stuttgart

Der Gewinn des Sport- und Geländewagenbauers Porsche hat sich in der ersten Jahreshälfte stabilisiert. Das Ergebnis nach Steuern lag von Januar bis Juni bei 1,07 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das ist fast die Hälfte (49,1 Prozent) mehr als im ersten Halbjahr 2025. Gründe seien unter anderem das konsequente Management von Kosten und Preisen. Porsche bekräftigte zugleich seine Jahresprognose. 

Aufatmen dürfte in Zuffenhausen aber noch niemand: Die Zuwächse gehen zu einem großen Teil auf den Wegfall von Sonderkosten - unter anderem für die Strategiekorrektur bei E-Autos und den Konzernumbau - zurück. In Summe waren das im ersten Halbjahr 2025 rund 800 Millionen Euro. Unter anderem deshalb war das Konzernergebnis damals von 2,15 Milliarden auf gut 718 Millionen Euro abgesackt (minus 71 Prozent). 

Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Kosten für die strategische Neuaufstellung der VW-Tochter den Angaben nach bei rund 400 Millionen Euro. Diese seien aber großteils durch Verhandlungen mit Lieferanten kompensiert worden. "Diese ermöglichten Auflösungen von im Vorjahr im Kontext der Anpassung der Produktstrategie gebildeten Rückstellungen in Höhe von rund 300 Millionen Euro". Übrig blieb eine Belastung von rund 100 Millionen Euro. Das heißt: Ohne die aufgelösten Rücklagen stünde Porsche nicht viel besser da als im Vorjahr.

Finanzvorstand: Zahlen im Rahmen der Erwartung

Der Umsatz der Zuffenhausener sank im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent auf rund 17,23 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg hingegen um ein Drittel auf fast 1,35 Milliarden Euro. Porsche steckt aktuell in seiner schwersten Krise seit Jahren. Hauptursachen sind das enorm schwache China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die niedrige Nachfrage nach Elektromodellen.

Die Zahlen liegen Finanzvorstand Jochen Breckner zufolge im Rahmen der Erwartungen. "Unser konsequentes Kostenmanagement und unsere Value-over-Volume-Strategie zeigen erste positive Effekte, deshalb bestätigen wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds unsere Jahresprognose."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.