Wasserversorger wehren sich gegen regionale Dünger-Lösungen

Die Belastung des Grundwassers mit Nitrat durch intensive Landwirtschaft ist seit Jahrzehnten ein Problem. Die Bauern wollen weniger Vorschriften, die Wasserversorger sauberes Grundwasser.
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Die Verwendung von Dünger ist eines der Streitthemen bei der Agrarministerkonferenz in Würzburg. (Archivbild)
Die Verwendung von Dünger ist eines der Streitthemen bei der Agrarministerkonferenz in Würzburg. (Archivbild) © Jan Woitas/dpa
Würzburg

Die bei der Agrarministerkonferenz in Würzburg diskutierte Regionalisierung von Düngeregeln für die Landwirtschaft stößt bei den Trinkwasser-Versorgern auf Ablehnung. "Gewässerschutz braucht bundesweit einheitliche Regeln", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Die Verbandsmitglieder sind vor allem Stadtwerke, die nach Verbandsangaben 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Trinkwasser versorgen. 

Agrarminister erwägen Regionalisierung

Die Agrarminister von Bund und Ländern, die seit Donnerstag in Würzburg tagen, beraten über eine Neuregelung des Düngerechts. Im Raum steht unter anderem eine Regionalisierung, die es den Ländern ermöglichen könnte, unterschiedliche Modelle für den Gewässerschutz anzuwenden. Bisher werden in Gegenden mit hoher Nitratbelastung sogenannte Rote Gebiete ausgewiesen, in denen Landwirten die Düngung nur noch in deutlich reduziertem Umfang erlaubt ist. 

Ministerin: Bauern wollen nicht Wasser gefährden 

Diese Regelung soll auf Druck der Landwirtschaft abgeschafft werden, an ihre Stelle könnte eine regionalisierte Regelung treten. "Niemand hat Interesse, unser Lebensmittel Nummer eins zu gefährden - schon gar nicht unsere Bäuerinnen und Bauern", sagte die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Bayerns Ressortchefin Michaela Kaniber (CSU). 

"Dem Grundwasser sind Ortsschilder und Ländergrenzen egal. Deshalb darf es beim Schutz unseres Grundwassers keinen Flickenteppich geben", sagte ein Verbandssprecher. Unterschiedliche Länderregelungen würden einheitliche Standards im Gewässerschutz infrage stellen und könnten zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Die bestehenden Regelungen sollten deshalb zielgerichtet weiterentwickelt und dort nachgeschärft werden, wo weiterhin erhöhte Nitratbelastungen bestehen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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