Warnstreiks der IG Metall kurz nach Mitternacht angelaufen

Mit "Mitternachtsaktionen" beginnt die IG Metall ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. In einer schwierigen Lage geht es um Jobs und den Erhalt der Kaufkraft.
dpa |
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Kurz nach Mitternacht hat die IG Metall mit ihren Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen.
Kurz nach Mitternacht hat die IG Metall mit ihren Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. © Thomas Frey/dpa
Frankfurt/Main

Die IG Metall hat in der Nacht zum Sonntag ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht legte unter anderem die Nachtschicht beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach (Rheinland-Pfalz) befristet die Arbeit nieder. Die rund 300 Beschäftigten versammelten sich zu einer Protestaktion vor dem Werkstor. Auch beim Mobilfunkzulieferer RF 360 Europe/Qualcomm in München begann eine Aktion in der Nacht. 

Die Proteste sollen in der kommenden Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden. Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Autobau, Maschinenbau, Elektronik und Metallerzeugung. 

"Starke Warnstreiks" angekündigt

Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland. 

Die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner hatte "starke Warnstreiks" angekündigt, weil das "sogenannte Angebot" in den Betrieben nur "Unverständnis und Wut" ausgelöst habe. Es gehe darum, Kaufkraft und Zukunft für alle am Standort zu sichern. 

"Die Arbeitgeber sehen die Beschäftigten als reine Kostenfaktoren. Das "Minus-Angebot" hat in den Belegschaften die Wut darüber noch verstärkt. Der Mitternachtswarnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein ist lediglich der Auftakt einer massiven Warnstreikphase", erklärte der Vorsitzende des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, vor Streikenden in Andernach.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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