Lies sieht in VW-Einigung "zukunftsfähiges Konzept"

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat sich überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Dieses sieht den Abbau Zehntausender Jobs vor – was Niedersachsens Ministerpräsident Lies dazu sagt.
von  dpa
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sitzt im VW-Aufsichtsrat.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sitzt im VW-Aufsichtsrat. © Lars Penning/dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies wertet die Einigung zu den Sparplänen bei Volkswagen als ein "zukunftsfähiges Konzept" für den Konzern. Der SPD-Politiker, der auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist, sagte, man investiere kräftig in die Zukunftsfähigkeit und steigere die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen. "Gleichzeitig werden wir für alle Standorte langfristige Perspektiven entwickeln - mit neuen Fahrzeugen, wo dies wirtschaftlich ist, und mit neuen Formen industrieller Wertschöpfung", sagte Lies in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Der Ministerpräsident sieht in der Einigung zudem einen Neubeginn. "Der heutige Beschluss ist dabei der Anfang eines gemeinsamen Weges, es liegt nun aber viel Arbeit vor allen Beteiligten", sagte Lies. Das gelte für die Tarifpartner, für die Politik und für den Vorstand, "der ein klares Mandat erhält, aber eben auch verbunden mit klar umrissenen Aufgaben." Lies sagte aber auch, die Herausforderungen für Volkswagen und die deutsche Automobilindustrie seien angesichts des internationalen Wettbewerbs enorm. 

50.000 weitere Stellen sollen wegfallen

Der Ministerpräsident sitzt zusammen mit der Kultusministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg (Grüne) als Vertreter des Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat. Niedersachsen ist mit 20 Prozent an dem Konzern beteiligt.

Das Sparpaket des Konzernvorstandes, dem der Aufsichtsrat einstimmig zugestimmt hatte, sieht vor, dass in den kommenden Jahren unter anderem weitere 50.000 Stellen wegfallen sollen. Vier Werke stehen auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, erklärte VW. Für diese Werke würden "parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft".

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