VW holt Marianne Heiß zurück in den Aufsichtsrat

Mitten im Machtkampf um den Konzernumbau komplettiert Volkswagen seinen Aufsichtsrat. Marianne Heiß füllt einen leeren Sitz auf Eigentümerseite. Bereits am Freitag stehen wichtige Entscheidungen an.
dpa |
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Marianne Heiß kehrt in den VW-Aufsichtsrat zurück. (Archivbild)
Marianne Heiß kehrt in den VW-Aufsichtsrat zurück. (Archivbild) © Marijan Murat/dpa
Wolfsburg

Einen Tag vor einer möglicherweise wegweisenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats ist das Kontrollgremium wieder vollzählig. Marianne Heiß kehre in den Aufsichtsrat zurück, teilte der Konzern mit. Sie sei mit sofortiger Wirkung gerichtlich bis zur nächsten Hauptversammlung bestellt worden. Die Managerin und Mehrfach-Aufsichtsrätin übernimmt demnach einen vakanten Sitz aufseiten der Eigentümer. Heiß sei darüber hinaus zur Prüfungsausschuss-Vorsitzenden gewählt worden, hieß es. 

Eine Mehrheit verschafft die Personalie der Kapitalseite zwar nicht, stellt aber das übliche Kräfteverhältnis wieder her. Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat 20 Mitglieder. Zehn Sitze entfallen auf die Anteilseigner - darunter die Vertreter des Landes Niedersachsen. Die zehn restlichen Mitglieder werden von der Arbeitnehmerseite gestellte. Bei einem Patt kann Chefaufseher Hans Dieter Pötsch mit seiner Doppelstimme entscheiden. 

Die gebürtige Österreicherin Heiß war bereits von Februar 2018 bis Juli 2025 Mitglied des VW-Aufsichtsrats - und folgt auf ihre eigene Nachfolgerin. Denn die frühere Vorstandschefin des Rüstungskonzerns Renk, Susanne Wiegand, hatte vor der VW-Hauptversammlung im Juni die Kandidatur zur Wiederwahl kurzfristig zurückgezogen. Sie war nur ein Jahr Mitglied im VW-Aufsichtsrat. 

Eskalation über Sparpläne droht 

Der VW-Aufsichtsrat berät am Freitag erneut über die Sparpläne des Vorstands um Konzernchef Oliver Blume. Zur Debatte steht unter anderem die Zukunft vier deutscher Werke und ein zusätzlicher Abbau von weltweit bis zu 50.000 Jobs. Bei der Sitzung könnte es zu einem heftigen Schlagabtausch kommen. Das Land Niedersachen und die Arbeitnehmer stehen auf einer Seite - und lehnen die Pläne ab. Ob sich die Akteure auf eine gemeinsame Lösung einigen können oder der Streit über die Zukunft von VW völlig eskaliert, war zunächst offen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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