Viele sparen bei Reisen - Urlaub auf Pump keine Option

Die meisten Menschen planen 2026 trotz knapperer Kasse Urlaub. Doch bei Reisezielen und Ausgaben wird gespart. Und eines will die große Mehrheit vermeiden.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Viele wollen verreisen, schauen aber genauer auf die Kosten. (Symbolbild)
Viele wollen verreisen, schauen aber genauer auf die Kosten. (Symbolbild) © Bernd Weißbrod/dpa
Frankfurt/Bonn

Auf Urlaub wollen die Wenigsten trotz gestiegener Preise verzichten - doch die Reisekasse ist bei vielen Menschen hierzulande dieses Jahr knapper gefüllt. Zwei Drittel der 2.110 Teilnehmer einer repräsentativen YouGov-Umfrage für die Postbank (66,3 Prozent) gaben an, 2026 privat zu verreisen, überwiegend sogar mehrmals.

Insgesamt knapp zwei von drei der Befragten mit Urlaubsplänen achten nach eigenen Angaben allerdings stärker auf die Kosten als sonst (50,3 Prozent) oder haben ihre Urlaubspläne bereits deutlich zusammengestrichen (10,6 Prozent).

Allgemeine Preisentwicklung setzt Grenzen

Am häufigsten wird als Begründung, warum bei Reisen gespart wird, auf gestiegene Lebenshaltungskosten verwiesen. Zwar ist die große Teuerungswelle, die Deutschland nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine erfasst hatte, ausgelaufen. Doch zu Beginn des neuen Jahres hat sich das Leben hierzulande wieder etwas stärker verteuert.

Die Verbraucherpreise lagen nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Januar 2026 um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Vor allem die Nahrungsmittelpreise zogen deutlich stärker an als noch im Dezember. Auch Dienstleistungen, wozu Pauschalreisen zählen, verteuern sich seit Monaten überdurchschnittlich.

"Die Inflation mag sich beruhigt haben, doch die Preissteigerungen der vergangenen Jahre wirken nach", sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, zu der die Postbank gehört. "Viele Verbraucher reagieren auf die weiterhin hohen Lebenshaltungskosten mit
Zurückhaltung bei ihren Ausgaben und beim Urlaub: weniger Reisen, günstigere
Ziele, strengere Budgets."

Urlaub wird bezahlt, nicht finanziert

Urlaub auf Pump ist für die überwiegende Mehrheit der Befragten keine Option: Nur vier Prozent der Befragten, die nach eigenen Angaben dieses Jahr verreisen wollen, finanzieren dies überwiegend mit einem Dispo- oder Ratenkredit. Diejenigen, die einmal verreisen, bezahlen ihren Urlaub überwiegend aus Ersparnissen (62,2 Prozent). Befragte, die mehrere Reisen planen, bezahlen dies mehrheitlich aus laufenden Einnahmen (57,9 Prozent).

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.