Viel mehr Paketautomaten - Myflexbox steigert Anzahl stark

Ein paar Klicks, die Ware ist bestellt - und wenig später das Paket unterwegs. Milliarden an Sendungen werden jährlich in Deutschland zugestellt. Eine Alternative zur Haustürzustellung wird wichtiger.
dpa |
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Gassigehen am Paketautomaten vorbei: Alltagsszene aus Düsseldorf.
Gassigehen am Paketautomaten vorbei: Alltagsszene aus Düsseldorf. © Wolf von Dewitz/dpa
Bonn/München

Wer ein Paket empfängt oder aufgeben möchte, kann in Deutschland immer häufiger auf einen Automaten zurückgreifen. Marktführer DHL bietet bereits rund 18.000 solcher Stationen an und damit circa 3.000 mehr als Anfang 2025, wie die Firma in Bonn mitteilte. 2030 sollen es 30.000 sein. 

Der österreichische Anbieter Myflexbox, der in seinen Automaten Sendungen von DPD, Hermes, Fedex und UPS aufbewahrt, kommt inzwischen auf 1.416 Standorte in Deutschland und damit auf mehr als das Doppelte als vor einem Jahr (602). Andere Anbieter bauen ihr Automatennetz ebenfalls aus. Allerdings werden die Stellflächen besonders in größeren Städten knapp.

Deutschlands Paketbranche boomt. Die Menschen bestellen immer mehr Waren im Internet, dadurch steigt die Menge der zugestellten Pakete Jahr für Jahr. 

"Out of Home"-Alternativen

Damit die Firmen die Pakete nicht mehr zeitraubend bis zur Haustür des Empfängers fahren müssen, bieten sie "Out of Home"-Alternativen an. Dabei geht es um Paketshops, in denen man die Sendungen auch abholen kann, und eben Automaten. Letztere haben den Vorteil, dass sie rund um die Uhr verfügbar sind. 

"Die klassische Haustürzustellung ist historisch gesehen der teuerste und ineffizienteste Teil der Lieferkette", sagt Myflexbox-Chef Jonathan Grothaus. Die Automaten senkten die Stopp-Kosten der Logistiker drastisch und es würden klimaschädliche "Ehrenrunden" eliminiert, wenn also Paketzusteller erfolglos an Haustüren klingelten.

Anbieter expandieren stark

DHL setzt im Wesentlichen auf eigene Automaten, also auf Packstationen und auf Poststationen, bei denen man auch Briefmarken kaufen und Briefe einwerfen kann. Außerdem hat der gelbe Riese die Tochterfirma Deinfach, bei der auch andere Firmen ihre Pakete deponieren können und dafür Miete zahlen. 

Myflexbox wiederum ist anbieterunabhängig. Unter den Eigentümern ist keine Paketfirma, vielmehr gehört das Unternehmen britischen Finanzinvestoren. Es geht steil nach oben: Vor zwei Jahren gab es nur 244 Standorte in Deutschland, nun sind es fast sechsmal so viele. In Österreich hat Myflexbox rund 700 Automatenstandorte. 

"Unser Ziel ist die maximale Verdichtung der Infrastruktur nicht nur in urbanen Ballungsräumen, sondern auch in kleineren Gemeinden ab circa 5.000 Einwohnern", sagt Manager Grothaus. "Wir wollen "Out of Home"-Zustellung deutlich näher an den Alltag der Menschen bringen: Also dorthin, wo sie ohnehin unterwegs sind." Als Beispiele nennt er Supermärkte, Wohnquartiere, Tankstellen, Bahnhöfe, Bürostandorte und Einkaufszentren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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