Verdi weitet Warnstreiks bei Postbank aus

Längere Wartezeiten am Schalter? Verdi ruft erneut zum Protest bei der Postbank auf. Bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank will die Gewerkschaft richtig Druck machen.
dpa |
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Im Tarifkonflikt bei der Postbank macht Verdi erneut mit Warnstreiks Druck. (Archivbild)
Im Tarifkonflikt bei der Postbank macht Verdi erneut mit Warnstreiks Druck. (Archivbild) © Andreas Arnold/dpa
Frankfurt/Bonn

Kundinnen und Kunden der Postbank müssen sich wegen Warnstreiks erneut auf Einschränkungen einstellen. Weil es in den Tarifverhandlungen für die zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Beschäftigten keinen Fortschritt gibt, hat die Gewerkschaft Verdi für die nächsten Tage eine Ausweitung der Proteste angekündigt.

Zunächst soll es an diesem Mittwoch (27.5.) das Backoffice treffen, in dem Bankgeschäfte wie Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Von Donnerstag (28.5.) bis Samstag (30.5.) sind dann bundesweit die Beschäftigten in den Postbank-Filialen sowie in den Callcentern aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. 

Zudem will die Gewerkschaft die Hauptversammlung der Deutschen Bank am Donnerstag nutzen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen: Verdi hat zu einer Demonstration auf dem Frankfurter Messegelände aufgerufen. 

"Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank nur die Aktionäre profitieren sollen, während die Bank in der Tarifrunde einen Reallohnverlust durchdrücken will", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Verdi fordert für etwa 9.000 Beschäftigten der Postbank acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr bekommen. Zudem will die Gewerkschaft eine Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Weiterbildung zum Beispiel bei KI erreichen. Für den 15. Juni ist die dritte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern in Frankfurt angesetzt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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