Verband: Schiffe in der Golfregion werden weiter versichert

Der Iran bedroht seit Kriegsausbruch den Schiffsverkehr. Die Preise für Versicherungen sind stark gestiegen. Laut der Branche gibt es aber unverändert Angebote.
dpa |
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Mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien sollen im Golf festsitzen. (Archivbild)
Mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien sollen im Golf festsitzen. (Archivbild) © Altaf Qadri/AP/dpa
Berlin/Hamburg

Trotz des Iran-Kriegs können deutsche Schiffe in der Golfregion weiter versichert werden. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. 

"Versicherer passen Konditionen und Preise an, ziehen sich aber nicht zurück", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Auch sogenannte Kriegsrisiken-Versicherungen, die üblicherweise etwa Schäden infolge von Minen abdecken, bieten Versicherer demnach weiter an. 

Laut dem Verband Deutscher Reeder (VDR) schließen Reedereien für Fahrten durch Risikogebiete und Aufenthalte in diesen grundsätzlich Kriegsrisiken-Versicherungen ab. Der VDR vertritt auch Reedereien, deren Schiffe im Persischen Golf festsitzen, der Verkehr in der Straße von Hormus steht weitgehend still. Laut dem Verband sitzen mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien im Golf fest.

Versicherer nutzten Kündigungsrechte

Anfang März, also kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar, hatte der GDV mitgeteilt, dass Schiffsversicherer von Kündigungsrechten bei Kriegsrisiken-Versicherungen Gebrauch machten. Dem VDR zufolge boten Versicherer die Deckungen anschließend zu deutlich höheren Preisen an. 

Das sei "ein übliches Verfahren, wenn sich die Risikolage kurzfristig verändert", teilte der VDR mit. Hohe Zusatzkosten für Reeder seien die Folge. Im Fall großer Handelsschiffe müssten sechs- bis siebenstellige Summen gezahlt werden, um die Schiffe gegen Kriegsschäden zu versichern. 

Die Straße von Hormus ist eine Meerenge südlich des Irans und eine der wichtigsten Routen des Öl- und Gashandels. Der Iran bedroht die freie Schifffahrt in der Seestraße und hat den Verkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Die USA richteten am Montag eine Seeblockade ein.

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