Verband: Regionen sollen innerdeutsche Flüge subventionieren

Inlandsflüge sind in Deutschland nach Corona teuer und deutlich seltener geworden. Die Branche ruft nach staatlichem Geld, um einzelne Regionen weiterhin anzubinden.
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Am Flughafen Dresden wären mehr Flüge möglich. (Archivbild)
Am Flughafen Dresden wären mehr Flüge möglich. (Archivbild) © Sebastian Kahnert/dpa
Berlin/Frankfurt

Teures Kerosin und hohe staatliche Gebühren haben viele Passagierflüge zu kleinen und mittleren Flughäfen in Deutschland unwirtschaftlich gemacht. Nun hat der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) vorgeschlagen, dass Regionen und Länder einzelne Verbindungen subventionieren sollten, um eine bessere Anbindung der regionalen Wirtschaft an die internationalen Drehkreuze zu ermöglichen. 

Konkrete Strecken nennt der BDF nicht, erinnert aber an die Diskussion in Bremen, als zwischenzeitlich Lufthansa die Verbindung nach Frankfurt eingestellt hat. Auch in Dresden und Münster/Osnabrück stehe die Anbindung an internationale Drehkreuze unter Druck, erklärt der Verband. In Paderborn ist ein Versuch gescheitert, die Verbindung nach München wiederzubeleben. 

Vor allem in Südeuropa verbreitet 

Innerhalb der Europäischen Union gebe es aktuell 165 geförderte Strecken als "Public Service Obligations" (PSO), schildert der Verband unter Berufung auf Zahlen der EU-Kommission. Vor allem Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland fördern Flüge in abgelegene Regionen und zu Inseln. In Deutschland wurde die letzte geförderte Strecke von Erfurt nach München im Dezember 2011 eingestellt. 

In aller Regel werden Inlandsflüge als PSO ausgeschrieben und subventioniert. Es gibt aber auch eine Verbindung von Linz nach Frankfurt, die von den österreichischen Steuerzahlern mitfinanziert wird. 

Innerdeutsche Flüge stehen insbesondere wegen ihrer Umweltfolgen in der Kritik. Nach Angaben des Branchenverbands BDL ist die Zahl der angebotenen Sitzplätze auf innerdeutschen Verbindungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit um rund die Hälfte geschrumpft. Die Branche kritisiert die stark angestiegenen staatlichen Gebühren als wichtigen Grund für die vergleichsweise langsame Erholung des Luftverkehrs in Deutschland. Zuletzt hatte die Regierung die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer größtenteils wieder zurückgenommen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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